Chile

Chile ist wohl das schmalste Land der Welt. Es gibt wahrscheinlich keinen Ort in Chile von dem man nicht sowohl die West- wie auch die Ostgrenze sehen kann. Nein, einmal Spaß beiseite. So ist es natüclich nicht ganz,

als er die eigennützigen Absichten der Franzosen erkannte (s.
Mexiko, S.566). Ein Konflikt mit Peru und Chile (s. d., S. 1022),
der 1866 zu einer förmlichen Kriegserklärung Perus,

Santiago de Chile w. 70 40 34 -33 26 42,0


Klima der ganzen Küste einen so wohlthätigen
Einfluß ausübt. Die an der Küste von Chile und Peru
bekannten dichten Nebel werden diesem kalten Wasser zugeschrieben.

und im Innern bis jenseit der westlichen Kordilleren reichend,
wurde 1884 an Chile (s. d., S. 1022) abgetreten. Die Küste
steigt steil an. Das Innere besteht aus stufenweise zu den

Talca, Provinz der südamerikan. Republik Chile,
liegt zwischen dem Rio Mataquito und dem schiffbaren Rio

Talcahuana, Hafenstadt im südamerikan. Staat Chile,
Provinz Concepcion, 20 km von der Hauptstadt, ist Sitz der

Taltal, Hafenort im südamerikan. Staat Chile,
Provinz Atacama, mit 1876 entdeckten Salpeterlagern.

Tamarugal (Pampa de T.), wüster Landstrich in der
Provinz Tarapacá des südamerikan. Staats Chile, jenseit
der Küstenkordillere, etwa 1000 m ü. M., bildet eine

Tarapacá, Provinz des südamerikan. Staats
Chile, liegt am Stillen Ozean zwischen Rio Camarones und Rio Loa,
erstreckt sich bis zum Gipfel der Kordilleren, die sie von Bolivia

hat etwa (1885) 45,086 Einw., der Mehrzahl nach Chilenen. Die
Provinz wurde 1883 von Peru an Chile abgetreten. Hauptstadt ist
Iquique. Die ehemalige Hauptstadt T., in 1158 m Meereshöhe im

Tellur und etwas Silber, findet sich am Altai, in Kalifornien,
Colorado und Chile.


Tinogasta, Stadt in der Argentinischen Republik, Provinz
Catamarca, an der Straße von Catamarca nach Copiapo in Chile,
hat bedeutende Ausfuhr von lebendem Vieh und 6000 Einw.

Tocopilla (spr. -pillja), Hafenort im Territorium
Antofagásta des südamerikan. Staats Chile, 22° 10′
südl. Br. In der Nähe sind Kupfergruben.

Tomé (El T.), Hafenstadt im südamerikan.
Staat Chile, Provinz Concepcion, an der Nordseite der
Talcahuanabai, hat eine Wolltuchfabrik, Schiffswerfte und (1875)

Tongoi, Hafenstadt im südamerikan. Staat Chile,
Provinz Coquimbo, Ausgangspunkt einer ins Minenrevier von Ovalle

Traiguen (spr. traighen), Hauptstadt der Provinz Cautin
der südamerikan. Republik Chile, am gleichnamigen
Nebenfluß des Rio Cauto, mit 3000 Einw. Die Gründung

seiner Besitzung Jakobshof in Niederösterreich, bereiste
1857-59 Brasilien, die La Plata-Staaten, Chile, Bolivia und Peru,
ging 1859 als Gesandter der Schweiz nach Brasilien, wo er
Natürlich! Gehandelt mußte deshalb doch werden! Das gegebene Wort mußte
eingelöst werden. Die Reise nach Chile kostete, das hatte Herr Knoop
schon nachgesehen, etwa 1000 Mark. Dieser Summe wollte er noch 1500

Versicherungen und Schwüren, daß er nie wieder etwas von sich hören
lassen, daß er nie aus Chile zurückkehren werde, erlegen.

Natuerlich! Gehandelt musste deshalb doch werden! Das gegebene Wort musste
eingeloest werden. Die Reise nach Chile kostete, das hatte Herr Knoop
schon nachgesehen, etwa 1000 Mark. Dieser Summe wollte er noch 1500

Versicherungen und Schwueren, dass er nie wieder etwas von sich hoeren
lassen, dass er nie aus Chile zurueckkehren werde, erlegen.

Da waren Kinder aus Deutschland und Spanien,
aus Frankreich, Chile, Mesopotamien,
Kinder von Kaffern und Hottentotten,
Da waren Kinder aus Deutschland und Spanien,
aus Frankreich, Chile, Mesopotamien,
Kinder von Kaffern und Hottentotten,
Guyanas 9770, Venezuela 52,400, Neu-Granada 126,000, Ekuador 200,000,
Peru 400,000, Bolivia 245,000, Chile 10,000, die Staaten der
argentinischen Republik 40,000, Patagonien und Feuerland 30,000, also
zusammen 1,613,170 und zwar für ganz Südamerika. So viel aber betrug
allein die Bevölkerung von Chile zur Zeit der Entdeckung (Pöppig 385
Anmerkung) nach einer der kleinsten Annahmen. Mittelamerika hatte um

der Anfang grosser Epidemien des gelben Fiebers »am häufigsten durch
die Ankunft einiger Schiffe aus Chile bezeichnet werde«, obwohl doch
Chile selbst eines der gesündesten Länder der Welt sei und das gelbe
Fieber gar nicht kenne; aber die schädlichen Folgen der ausserordentlich
Guyanas 9770, Venezuela 52,400, Neu-Granada 126,000, Ekuador 200,000,
Peru 400,000, Bolivia 245,000, Chile 10,000, die Staaten der
argentinischen Republik 40,000, Patagonien und Feuerland 30,000, also
zusammen 1,613,170 und zwar fuer ganz Suedamerika. So viel aber betrug
allein die Bevoelkerung von Chile zur Zeit der Entdeckung (Poeppig 385
Anmerkung) nach einer der kleinsten Annahmen. Mittelamerika hatte um

der Anfang grosser Epidemien des gelben Fiebers “am haeufigsten durch
die Ankunft einiger Schiffe aus Chile bezeichnet werde”, obwohl doch
Chile selbst eines der gesuendesten Laender der Welt sei und das gelbe
Fieber gar nicht kenne; aber die schaedlichen Folgen der ausserordentlich
Boston, dann Quebeck und New-Orleans, Galveston; in Brasilien, Rio de
Janeiro und Rio Grande; in Australien Adelaide, dann Chile, Valdivia und
Valparaiso, und Buenos Ayres mit einer Menge neu entdeckter verschiedener
Boston, dann Quebeck und New-Orleans, Galveston; in Brasilien, Rio de
Janeiro und Rio Grande; in Australien Adelaide, dann Chile, Valdivia und
Valparaiso, und Buenos Ayres mit einer Menge neu entdeckter verschiedener
1. 1900. 8. — *Salzburg.* _Städtisches Museum Carolino-Augusteum_:
Jahresbericht 1897. 1898. 8. — *Santiago de Chile.* _Deutscher
Wissenschaftlicher Verein_: Verhandlungen IV, 1. 1899. 8. — *Stettin.*
1. 1900. 8. — *Salzburg.* _Staedtisches Museum Carolino-Augusteum_:
Jahresbericht 1897. 1898. 8. — *Santiago de Chile.* _Deutscher
Wissenschaftlicher Verein_: Verhandlungen IV, 1. 1899. 8. — *Stettin.*
hat bis jetzt nicht bestanden. Künftig kann es dem Staat nicht mehr
gleichgültig sein, ob Salpeter aus Chile kommt, wenn er ebenso billig,
oder nahezu so billig aus deutscher Luft gewonnen werden kann. Es kann
haben kann. Hier lernte ich einen Haufen Gesindel von vorbenanntem
Fregattschiff der Republik Chile, dem braven >Juan Fernandez<, kennen,
und wir gefielen uns gegenseitig. Wie die Bekanntschaft endlich im
Vigo ist sicher, im Hause eines catalonischen oder galizischen *Pulpero*
(Krämer) Aufnahme zu finden, ob er nun nach Chile oder nach Mexiko oder
auf die Philippinen kommt. Ich habe die rührendsten Beispiele gesehen, wie

Luft zu verbreiten. An den Küsten der Südsee pflanzt sich diese Wirkung
oft fast augenblicklich sechshundert Meilen [2700 km] weit, von Chile bis
zum Meerbusen von Guayaquil fort, und zwar scheinen, was sehr merkwürdig
Vigo ist sicher, im Hause eines catalonischen oder galizischen *Pulpero*
(Kraemer) Aufnahme zu finden, ob er nun nach Chile oder nach Mexiko oder
auf die Philippinen kommt. Ich habe die ruehrendsten Beispiele gesehen, wie

Luft zu verbreiten. An den Kuesten der Suedsee pflanzt sich diese Wirkung
oft fast augenblicklich sechshundert Meilen [2700 km] weit, von Chile bis
zum Meerbusen von Guayaquil fort, und zwar scheinen, was sehr merkwuerdig
Brasiliens 114; Umgebung von Pernambuco 115; Campos von Minas Geraes 115;
trockene Küstenstriche Mexicos 115; Nord-Chile und Peru 116; St. Croix und
die Jungferninseln 116.

tropische Zone (incl. Süd-Brasilien), so Tillandsia usneoides, die von
Virginien (35° N. Br.) bis Argentinien und Chile verbreitet ist, Till.
recurvata (von Florida bis Argentinien) etc.

Nordamerika. Die Erscheinungen sind in Argentinien einerseits, in
Süd-Chile andererseits sehr ungleichartig und verlangen daher eine
getrennte Behandlung.

Wenn es sich bestätigt, dass die Gattung Griselinia in Süd-Chile
epiphytisch wächst, was, nach BALL, wahrscheinlich ist, so würde dieselbe

anbequemten. Das auf derselben Breite gelegene und klimatisch mit
Süd-Chile sehr ähnliche Neu-Seeland hat vielmehr ebenfalls, ausser einigen
tropischen Einwanderern, eine Anzahl autochthoner Epiphyten aufzuweisen.

Die epiphytische Genossenschaft ist in Neu-Seeland reicher an tropischen
Typen als in Süd-Chile, und unter denselben befindet sich Psilotum, das im
tropischen und subtropischen Amerika, wie auch in den feucht-warmen

Seelands und, neben Farnen, der gewöhnlichste ist, ähnlich wie in
Süd-Chile, eine ziemlich formenreiche Liliacee, Astelia, die sich in ihrer
Lebensweise an die Bromeliaceen anzuschliessen scheint.

Die Uebereinstimmung zwischen der Zusammensetzung der
Epiphytengenossenschaft in Neu-Seeland und Süd-Chile ist geringer, als man
sie bei der scheinbar grossen klimatischen Aehnlichkeit beider Gebiete

Süd-Chile und Neu-Seeland besitzen nur wenige epiphytische Arten, die
Wälder beider Gebiete stehen in dieser Hinsicht weit hinter denjenigen des
tropischen Amerika und des indo-malayischen Florenreichs zurück. Die
Ursache dieser Armuth ist nicht schwer zu errathen. Süd-Chile und
Neu-Seeland besitzen überhaupt eine wenig formenreiche Flora und konnten

Andererseits standen der Einwanderung von Epiphyten aus den Tropen, dem
Austausch zwischen Neu-Seeland und Süd-Chile klimatische und
topographische Hindernisse entgegen, welche die Bereicherung auf solchem

sodass diese Hauptbedingung für die Entstehung autochthoner Epiphyten
ähnlich erfüllt war wie in den tropischen Waldgebieten und in Süd-Chile.

Neu-Seeland und Süd-Chile sind denn auch die einzigen extratropischen
Gebiete, die autochthone phanerogamische Epiphyten aufzuweisen haben. In

Stämmen und Aesten der Bäume wachsen, während, weiter nach Süden, im
feuchten Süd-Chile, mit der plötzlichen Zunahme der Feuchtigkeit auf
einmal eine neue autochthone Epiphytengenossenschaft zum Vorschein kommt.
Brasiliens 114; Umgebung von Pernambuco 115; Campos von Minas Geraes 115;
trockene Kuestenstriche Mexicos 115; Nord-Chile und Peru 116; St. Croix und
die Jungferninseln 116.

Nordamerika. Die Erscheinungen sind in Argentinien einerseits, in
Sued-Chile andererseits sehr ungleichartig und verlangen daher eine
getrennte Behandlung.

Wenn es sich bestaetigt, dass die Gattung Griselinia in Sued-Chile
epiphytisch waechst, was, nach BALL, wahrscheinlich ist, so wuerde dieselbe

anbequemten. Das auf derselben Breite gelegene und klimatisch mit
Sued-Chile sehr aehnliche Neu-Seeland hat vielmehr ebenfalls, ausser einigen
tropischen Einwanderern, eine Anzahl autochthoner Epiphyten aufzuweisen.

Die epiphytische Genossenschaft ist in Neu-Seeland reicher an tropischen
Typen als in Sued-Chile, und unter denselben befindet sich Psilotum, das im
tropischen und subtropischen Amerika, wie auch in den feucht-warmen

Seelands und, neben Farnen, der gewoehnlichste ist, aehnlich wie in
Sued-Chile, eine ziemlich formenreiche Liliacee, Astelia, die sich in ihrer
Lebensweise an die Bromeliaceen anzuschliessen scheint.

Die Uebereinstimmung zwischen der Zusammensetzung der
Epiphytengenossenschaft in Neu-Seeland und Sued-Chile ist geringer, als man
sie bei der scheinbar grossen klimatischen Aehnlichkeit beider Gebiete

Sued-Chile und Neu-Seeland besitzen nur wenige epiphytische Arten, die
Waelder beider Gebiete stehen in dieser Hinsicht weit hinter denjenigen des
tropischen Amerika und des indo-malayischen Florenreichs zurueck. Die
Ursache dieser Armuth ist nicht schwer zu errathen. Sued-Chile und
Neu-Seeland besitzen ueberhaupt eine wenig formenreiche Flora und konnten

Andererseits standen der Einwanderung von Epiphyten aus den Tropen, dem
Austausch zwischen Neu-Seeland und Sued-Chile klimatische und
topographische Hindernisse entgegen, welche die Bereicherung auf solchem

sodass diese Hauptbedingung fuer die Entstehung autochthoner Epiphyten
aehnlich erfuellt war wie in den tropischen Waldgebieten und in Sued-Chile.

Neu-Seeland und Sued-Chile sind denn auch die einzigen extratropischen
Gebiete, die autochthone phanerogamische Epiphyten aufzuweisen haben. In

Staemmen und Aesten der Baeume wachsen, waehrend, weiter nach Sueden, im
feuchten Sued-Chile, mit der ploetzlichen Zunahme der Feuchtigkeit auf
einmal eine neue autochthone Epiphytengenossenschaft zum Vorschein kommt.
»So hätten sie uns ein Kriegsschiff auf den Hals gehetzt, das uns den
Rückweg abgeschnitten hätte, und wir würden nicht nach Chile entkommen
können.«

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