Geschichten aus Amerika V
9,76 Proz. zugenommen haben soll, während die betreffende Zahl für
Amerika,–das das schnellste Wachstum der Frauenarbeit aufweist,–2,07
Proz., für England 1,34 Proz., für Frankreich 0,19 Proz. und für
dürfte, ist jedoch im wesentlichen auf den großen Frauenüberschuß
zurückzuführen. Als Beweis dafür dient Amerika, dessen weibliche
Bevölkerung an Zahl hinter der männlichen zurückbleibt und wo die
Frau am Erwerbsleben. Wir sehen auch, wie sehr er von der Zahl der
alleinstehenden Frauen abhängig ist: in Amerika ist er außerordentlich
gering, in England sehr hoch und in raschester Zunahme begriffen. Da
Berufe eingeteilt werden, gar zu verschiedene sind. Teils werden, wie in
Amerika und England, die sozialen Schichten nicht scharf genug
auseinandergehalten, teils Berufe zusammengeworfen, wie z.B. die der
Frauen als Lehrerinnen, Handelsangestellte und Krankenpflegerinnen
thätig sind. Wo sie, wie in Amerika, Zugang zu allen wissenschaftlichen
Berufen haben, scheint ihre Neigung sie am meisten der Medizin und der
die Befähigung der Frauen zum Staats- und Gemeindedienst gemacht hat: In
England und Amerika werden Frauen hauptsächlich im Bureaudienst, als
Erzieher, Armenpfleger, Armenhaus-, Sanitäts- und Gewerbe-Inspektoren
nur die Berufe ihnen offen stehen, sondern wo zu gleicher Zeit ein
starker Frauenüberschuß konstatiert wurde. Wo, wie in Amerika, ein
Männerüberschuß besteht, ist, trotz der Zulassung der Frauen zu allen
Sie zeigt deutlich, daß die Zunahme der bürgerlichen Frauenarbeit in
England und Amerika, wo eine große Ausbreitungsmöglichkeit für sie
besteht, eine weit raschere ist, als die der Männer.
wiedergeben, und die sich über zwei Jahrzehnte erstreckt, liegt für
Amerika vor:[338]
Von 100 Erwerbstätigen in Amerika waren
Der Umstand, daß der weitaus größte Teil der Lehrer in Amerika Frauen
sind, fällt dabei besonders schwer ins Gewicht und beweist, daß die
Oesterreich, wird von diesem Fortschritt ebensowenig berührt, wie von
der günstigen Aenderung der körperlichen Ausbildung, die in Amerika und
England Platz greift. Würde der Entwicklung der weiblichen Muskelkraft
dafür geraubt hat. Besser wäre es für sie, wenn sie, wie es in England
und Amerika auch häufig geschieht, in einen neuen, für sie geeigneten
Beruf eintritt, auf den sie sich teils durch Studium, teils durch
wirtschaftlichen und industriellen Entwicklungstendenzen aufmerksam
nachzugehen und die Reformversuche, die besonders in Amerika gemacht
werden, weiter auszubilden. Im wesentlichen käme es darauf an, die
Schranken anerkennt? Ich erinnere nur an die Vorkämpferinnen der
Sklavenbefreiung und der Frauenbewegung in Amerika, an die wachsende
Zahl mutiger und durchaus selbständiger Schriftstellerinnen beider
einen neuen Fortschritt. Schon in den zwanziger Jahren des 19.
Jahrhunderts entstanden die ersten mechanischen Webereien in Amerika,
England und Frankreich, durch die auch die Vorbereitungsarbeiten der
und in Krefeld war ein Frauenüberschuß von 50% die Folge.[384] In
Nord-Amerika wurden allein in den Spinnereien von Massachusetts 1816
neben 10000 Männern 66000 Frauen gezählt[385], und in den
Was Amerika betrifft, so wird die Verschiebung in der Zusammensetzung
der Erwerbsthätigen aus bürgerlichen und proletarischen Elementen durch
Ausnahme von Deutschland und Oesterreich, wesentlich abgenommen hat,
eine Abnahme, die sich für England und Amerika auch in den absoluten
Zahlen ausdrückt. In der Industrie ist ihre Zunahme in Deutschland und
Amerika eine raschere als die Männerarbeit, während sie in Oesterreich
und Frankreich von dieser überrannt wird, obwohl eine absolute Zunahme
wechselnder Art hat überall eine Verschiebung zu Gunsten der Männer
stattgefunden, die sich in Amerika sogar auf die absoluten Zahlen
erstreckt. Die weiblichen Dienstboten dagegen haben, mit Ausnahme von
Amerika, rascher zugenommen als die männlichen, die, wieder mit Ausnahme
von Amerika, überall an Zahl bedeutend zurückgingen. Eine absolute
Verminderung fand in Oesterreich und Frankreich auch für die weiblichen
charakteristisch ist auch die Möbeltischlerei: Deutschland zählt darin
wenig über 1/2 %, England 15, Amerika 7 % Frauen. Umgekehrt zeigt es
sich, daß in anderen Berufen die Frauenarbeit in den industriell
diene die Glasbläserei: Oesterreich zählt 32 %, Deutschland 12, England
8 und Amerika 1/2 % Arbeiterinnen, oder die Setzerei und Druckerei, in
der Oesterreich 16, Deutschland 14, England nur 5 % weibliche Arbeiter
und die Schuhmacherei. Eine statistische Darstellung fehlt so gut wie
vollständig. Für Amerika gilt dasselbe. Auch hier ist die
Konfektionsindustrie das wichtigste Glied der Hausindustrie, die ihre
Die Zusammenstellung zeigt mit Ausnahme von Amerika überall eine Abnahme
der Zahl der Dienstboten, und die Zunahme in Amerika fällt auch nicht
schwer ins Gewicht, weil der Prozentsatz von 1880 ein ungemein niedriger
Für Amerika ist ein allgemeiner Vergleich nicht möglich. Dagegen liegt
eine Spezialerhebung vor, die nicht ohne Wert für die vorliegende Frage
besten Fall 26,18 Mk., die weiblichen dagegen nur 18,28 Mk.[497] Die
Marmorpoliererinnen an den Niagara-Marmorbrüchen in Nord-Amerika
verdienen 4,80 $ bis 8 $ die Woche, ihre männlichen Kollegen 9 bis 18 $
großstädtischen Hausindustrie, mit ihrem Gefolge an physischem und
sittlichem Elend. Für England und Amerika gilt dasselbe, nur daß dort
die billigen Arbeitskräfte durch die armen Einwanderer gestellt werden.
gelüftete, halbdunkle Räume neben dem Laden zur Unterkunft
angewiesen[711]; in England und Amerika gilt dasselbe sogar in den
großen Städten und Geschäften. Londoner Verkäuferinnen müssen sich oft
beförderte; in Frankreich sind es zum großen Teil belgische Arbeiter,
die sich saisonweise verdingen; auch in Amerika zeigt sich je nach den
Erfordernissen der landwirtschaftlichen Betriebe eine innere Wanderung
genötigten Bauernkinder[734], in außereuropäischen Ländern, besonders in
Amerika, durch die Sklaven gedeckt.
1898, zogen allein 42418 aus den Provinzen zu.[808] Von ihren
Arbeitskolleginnen in Wien kommen 87 % von außerhalb.[809] In Amerika
sind die meisten Dienstmädchen arme Ausländerinnen, deren Ansprüche weit
zu erhöhen, ist bereits in weite Kreise gedrungen und hat verschiedene
Projekte hervorgerufen. In Amerika wird sie zum Teil in der von mir
vertretenen Weise der Verwirklichung entgegengeführt[889], zum Teil
zu Gunsten der Bürgerrechte der Frau an Boden gewinnt,–und sie hat in
Amerika, in Australien und in England bereits große Siege zu
verzeichnen–desto dringender wird die Aufgabe, das weibliche Geschlecht
jene Niederlassungen bürgerlicher Männer und Frauen inmitten der
Arbeiterviertel, wie sie Amerika und England in beträchtlicher Zahl
aufweist, stehen schon eine Stufe höher, weil diejenigen, die ihr Geld,
Universitäts-Ausdehnungs-Bewegung, die in England ihren Ausgang nahm und
sich in Amerika, Frankreich, Oesterreich, Deutschland, Dänemark, Finland
mit mehr oder weniger Erfolg ausbreitete, gehören die dänischen
vor gesundheitlichen Gefahren. Wir haben gesehen, wie groß diese
thatsächlich sind, und sowohl in England wie in Amerika wird der Kampf
gegen die Hausindustrie, von bürgerlichen Kreisen ausgehend, von diesem
geschieht, wenn Kochfrauen, Aufwärterinnen, Lohndiener beschäftigt
werden.[907] In Amerika hat sich zu diesem Zweck ein besonderer
Frauenverein gebildet, der für den häuslichen Dienst die
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