Impressionen aus Amerika Teil 2

Warte nur, es kommt schon besser,« sagte die Frau, »am letzten Samstag
ist in Sonneberg allgemein die Rede gewesen, daß aus Amerika große
Bestellungen gekommen sind, da gibt’s Arbeit genug!«
»Von Köln aus könnt’ man schon etwas schicken; unsere Puppen schickt
man doch sogar bis nach Amerika.«

und hinüber und am Samstag kannst in Sonneberg oft genug so einen Herrn
aus Amerika sehen und aus England auch; aber aus Köln kommt keiner, das
muß viel weiter weg sein.«

»Viel näher ist’s, Frau, das könntest auch wissen, nach Amerika mußt
übers Meer.«
gut, wenn ich Ihnen vorher schon sage warum. Ich möchte so eine Familie,
die den ganzen Puppenbetrieb versteht, mit hinübernehmen nach Amerika.
Ich habe dort Ländereien, Wald; die Eisenbahn geht vorbei, es ist gar
heut’ heimgebracht und gescholten bist auch noch worden! Leicht könnt’
man’s schöner haben in Amerika. Wieviel sagst, den dreifachen Lohn, und
alles will er schriftlich machen? Es ist wohl wert, daß man sich’s

»Kinder, Kinder, denkt’s euch nur, wir gehen nach Amerika!« rief die
Mutter.
Im Dorfe hatte sich gar schnell die Nachricht verbreitet, daß die ganze
Familie Greiner auswandern würde nach Amerika. Dafür hatte schon Georg
gesorgt. Öfter als sonst ging in den zwei nächsten Tagen die Türe auf,
Puppenköpfe aus und mahnte die Seinen, denn von dem Lohn, den sie in
Amerika bekommen sollten, würden sie jetzt noch nicht satt. Aber seine
Frau hatte keine Seelenruhe mehr für ihre Puppenbälge; sie dachte nur
Gartenzaun besprachen sich die Männer. Ruppert wollte von Greiner selbst
hören, was wahr sei von dem Gerede, daß sie nach Amerika übersiedeln
wollten. Frau Greiner mußte ihm nun genau ihre Begegnung mit dem
besser als er die Armut im Dorf! »Ja, ja, ja,« sagte er nun langsam und
bedächtig, »wenn nur _eines_ nicht wäre! Wenn die da drüben in Amerika
unser Handwerk lernen und wenn sie selbst die Arbeit machen, die wir
Kundschaft weg; für 2 Millionen Mark haben die Amerikaner in _einem_
einzigen Jahr Puppen und Spielsachen nach Amerika kommen lassen und
gerade am meisten von der Sorte, wie wir sie in unserem Dorf machen. Der
drüben die Kunst so los haben, wie wir, geht wohl ein Jahrzehnt dahin,
und bis das dann im ganzen Amerika bekannt wird und sie die Puppen von
dem Herrn beziehen, statt wie bisher von unsern Fabrikanten, da kann’s
sparen, in den Häusern herumzulaufen, von Oberhain gehe keiner mit, die
halten alle fest zusammen gegen Amerika.«

ihnen sagen zu müssen, daß über Nacht das ganze Luftschloß eingestürzt
sei, daß man nicht nach Amerika ginge, sondern alles bliebe wie bisher.
Sie waren noch zu klein, um den wahren Grund zu verstehen; als sie aber
Nun sprach Greiner frei heraus; sagte, daß er die Puppenindustrie nicht
nach Amerika bringen und dadurch sein Heimatland schädigen wolle; auch
dann nicht, wenn er selbst dabei reich werden könnte; und so wie er

»Ich wollte den Herrn nur fragen, ob er mich nicht nach Amerika
mitnehmen wolle. Ich bin mit dem Puppengeschäft aufgewachsen und ich
bereit, mitzugehen; wir drei könnten so gut wie die Greiners die Leute
in Amerika anweisen.«

bringen wollen. Aber ich bin aufgeklärter, ich denke: Jeder ist sich
selbst der Nächste, und soviel ich von Amerika weiß, denken sie da
drüben auch so und machen Geld, soviel sie können.«
Sommer und Herbst waren vergangen. Das letzte Schiff, das die Puppen zu
Weihnachten nach Amerika bringen sollte, war abgefahren, und was unsere
kleinen Leute gearbeitet hatten, war nun auf der Reise in aller Herren
ein Gewinnst oder gar der Haupttreffer? Der schöne Traum mit dem großen
Verdienst in Amerika fiel ihm wieder ein, wie schnell war er verflogen!
Nun ja, auch _der_ schöne Traum würde wohl heute abend vorbei sein.
Überleitung des ganzen Unternehmens in den Besitz der Arbeiter und
Angestellten, anderweit, namentlich in England und Amerika, unternommen
worden sind. Der einzige bekannte Versuch dieser Art in _Deutschland_,

Er besaß eine nicht unbedeutende Sammlung von Schulmaterial aus Amerika
und vielen europäischen Ländern, einen Schatz, den er unablässig
hatte. Er entwarf die wildesten Pläne, ja, er schrieb sogar an seinen
Vetter in Amerika und fragte an, ob sie geneigt seien, eine junge Dame
bei sich aufzunehmen. Er vertraute sich Rendalen an, der anfänglich voll
Sie fürchtete sich auch vor der Reise selber. So ganz allein nach
Amerika! Und von New-York allein nach Madison — das war noch das
Allerschlimmste! Unmöglich, ganz unmöglich! Marie erbot sich,
Doktor Kent überreichte ihr liebenswürdig eine =Pelygala amara=[5]; er
wußte, daß ihr, die von Amerika kam, diese blaue Blume neu war. Sie
bedankte sich herzlich. Sie stiegen in den Wagen und fingen gleich an,
letzte, die Kent gehört hatte, handelte von einer Frau in St. Louis in
Amerika, die dreißig Jahre lang im Gefängnis gesessen hatte und trotz
ihrer siebzig Jahre noch immer die unbotmäßigste Gefangene war. Da
der die Sache kennt, und wandte sich dabei stets an seine Frau. Wenn er
einmal jemand anders ansah — wie eben Ragni, die ja aus Amerika kam –
so war das nur vorübergehend; gleich wandte er sich wieder seiner Frau
Na ja, endlich sagte er denn, er wisse, die “Frau Doktern” sei fünf oder
sechs Jahre in Amerika gewesen; ob sie ihm vielleicht ein paar englische
Bücher leihen könne? Vielleicht würde sie ihm auch sagen, wie er sich am
müssen. Sein und seiner Frau Lebensziel war, hinüberzugelangen nach dem
freien Amerika.” (Bei dem Wort Amerika begann hinter den Taschentüchern
ein Keuchen und Schneuzen). “Er versuchte, allein Englisch zu lernen;

Eines Tages brachte die Post Ragni Briefe aus Amerika, aus Nordland und
aus Berlin; einer war von Karl. Sie hatte alle geöffnet, aber keinen
Edvard und Ragni hatten bis jetzt geglaubt, der Tag, an dem Ragni nach
Amerika gereist, sei der schwerste ihres Lebens gewesen; brieflich und
mündlich hatten sie einander gesagt, das sei ein Gefühl gewesen, als
Augen. Wo sollte er hin? Was sollte er weiter? Sie war ja auch in all
seinen Arbeiten. Ihr Bild aus dem dritten Jahr in Amerika stand drüben
auf dem Kaminsims; es war seinerzeit gekommen als erster Abdruck dessen,

Und von Paris nach London, und von London nach Amerika. Die
Amerikaner sollen ja so reich sein, da könnt ich mir viel

Sie fahren also nach Amerika. Sie benutzen den Schnellzug,
der um drei Uhr hier hält. Die Reisekosten –
Nützlich muß man sein. Und kaltblütig. Adieu, Städtchen!
Dieses Amerika ist ja bloß ein paar Stunden weit von hier.
Am Samstag, eh ich sterbe, komm ich mal übern Sonntag

Ein berühmter Zeitungsberichterstatter aus Amerika, Herr
Stadtrat. Hat Eile, will dem Prinzen vorgestellt werden. Muß
anschließen können — mögen Sie dies noch so sehr lieben. Die Beweise
haben Sie selber in ihrem unsteten Leben; weder in Afrika noch Amerika
fanden Sie was Sie suchten, d. h. das was das Bedürfniß Ihres Herzens
ohne Städte. Er hat eine Aktiengesellschaft gewonnen, um einen
Landstrich in Amerika anzukaufen …«

morgen dreitausend Gulden bezahlen und haben nicht hundert im Haus.
Nächste Woche erwartet Osterburg große Summen aus Amerika. Helfen Sie
mir. Ich will es Ihnen ewig danken. Ich schwöre Ihnen beim Leben meiner
Jahre in einer Boarding-School in Stoke-Newington. — 1822 zurück nach
Amerika, 1826 Student in Richmond, dann in Charlottesville. 1827 Reise
nach Europa mit unbekannten Abenteuern. 1830 Offizierskadett in
täglich auf der Strasse sieht: ein Nichts aber, eine Wasserrinne nur,
trennt ihn von dem Kulturmenschen in Amerika.

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