Iran

Zusammenhalten dieses Reichs die nötige Kraft und Energie.
Schon 256 rissen die Parther Iran von S. los und beschränkten
150 das Reich auf das eigentliche S., und auch dieses ward 85

unter dem angeführten Namen, während sie im westlichen
Iran (Persien) unter dem speziellen Namen der Perser (Farsi)
bekannt sind. Als Handel treibendes Volk trifft man sie auch

Tat, iranischer Volksstamm, welcher mit den verwandten
Guran den äußersten Westen von Iran bewohnt und dort
dieselbe Stelle einnimmt wie die Tadschik im äußersten

2) T. II., 745-727, Sohn Assurnirars II., der Begründer der
assyrischen Weltmacht, dehnte die Grenzen des Reichs über Iran
bis zum Persischen Golf und nach Arabien aus, unterjochte
Babylonien sowie den westlichen Teil des Hochlandes von Iran und
vollendete in zahlreichen Feldzügen die Unterwerfung Syriens,

Turan, im Gegensatz zu dem persischen Tafelland Iran (s.
d.) das im N. desselben gelegene, zur aralokaspischen Niederung
jenen Zeitraum von der Schöpfung der Menschen bis auf _Zoroaster_, dem
Verfasser der _Zendbücher_, der unter dem Könige von Iran, _Veschtasp_,
lebte[A], selten über 3000 Jahre setzen. Und dieser Zeitraum für das
dem Worte wie dem Begriffe nach unhellenische Benennung des Glaubens, die
“Religio”, das heisst die Bindung, zeugen. Wie Indien und Iran aus einem und
demselben Erbschatz jenes die Formenfuelle seiner heiligen Epen, dieses die
Mesopotamien, Babylon wird genommen, das eigentliche Persien betreten. Das
gewaltige Iran wird durchzogen; über Afghanistan und den Hindukusch zieht
die griechische Armee nordwärts bis tief in die Wüsten von Turkestan; daran

Held hervorging; er und nach ihm sein Geschlecht, das der »Männer des
ersten Glaubens«, herrschten über Iran, immer wieder in schwerem Kampf mit
den wüsten Turaniern, bis dann unter dem sechsten nach Feridun, dem Könige

morschen Koloß nur noch unfähiger, sich zur Gegenwehr zu erheben; die
Völker von Iran, Ariana, den baktrischen Ländern waren allerdings
kriegerisch, und mit jeder Art von Herrschaft zufrieden, solange sie diese

dem, wenn auch große, doch im Verhältnis zum Ganzen nicht bedeutende
Länderstrecken in Feindesland waren. Ganz Iran, Ariana, Baktrien, alles
Land bis zu den Quellen des Euphrat stand noch unberührt; es waren die

verwickelt hatten? Jetzt galt es, das Innere des Morgenlandes zu retten,
die hohe Burg Iran zu verteidigen, die Asien beherrscht; jetzt rief der
König der Könige die Edlen seines Stammes, die Enkel der sieben Fürsten,

Dareios nicht den nächsten Weg gesucht, nicht durch seine Flucht nach dem
Nordabhang von Iran die Satrapien südwärts sich selbst und der Treue der
Satrapen überlassen hätte. Denn diese waren nicht alle wie Ariobarzanes

Feldzüge denkwürdig machen, ist die Orientierung in völlig fremden Ländern
nicht die geringste. Jetzt galt es, aus dem Tiefland nach dem hohen Iran
hinaufzusteigen, nach Landschaften, von deren Gestaltung, von deren

der Hof des Weges zog, nur gegen reiche Geschenke den Durchzug durch jenen
Paß, den sie in ihrer Gewalt hatten. Dieselben Randgebirge des hohen Iran,
die bei Ninive bis nah an den Tigris reichen, begleiten in südöstlichem

Land und Leute ließ und ihm seine Familie wiedergab. Was Alexander jetzt
innehatte, die Länderstrecken vom Meere bis zu den Bergsteilen, die Iran
umschließen, bildete ein großes zusammenhängendes, auch der Volksart nach

die als Verbindung zwischen dem Kaspischen Meere und dem Innern, zwischen
Iran und Turan so wichtig sind, war für den Augenblick doppelt notwendig
für Alexander, weil sich einerseits die griechischen Söldner von Thara aus

Um die Zeit der spartanischen Niederlage stand Alexander in Hyrkanien, am
Nordabhange jenes Gebirgswalles, der Iran und Turan scheidet, vor ihm die
Wege nach Baktrien und Indien, nach dem unbekannten Meere, das er jenseits

Areia ist eines der wichtigsten Gebiete Persiens, es ist das Passageland
zwischen Iran, Turan und Ariana; wo der Areiosstrom seinen Lauf plötzlich
nordwärts wendet, kreuzen sich die großen Heerstraßen aus Hyrkanien und

uralter Kultur, einst ein eigenes Reich, vielleicht die Heimat des
Zarathustra und der Lehre, die sich über ganz Iran verbreitet hatte. Dann
den Assyrern, den Medern, Persern unterworfen, hatte dieses Land, im Norden

Reiches ergab, wie dessen Schaffung allein möglich machte. Wenn Alexander
wie in Ägypten und den syrischen Landen, in Iran und Baktrien, so demnächst
in Indien Tausende seiner Kriegsleute als Besatzung und Bürger der neuen

er noch nicht existiert hatte, bedacht sein. Überall hatte er diese
Rücksicht vor Augen gehabt; die zur militärischen Behauptung von Iran und
Turan gegründeten Städte waren ebenso viele Haltepunkte für die

_Kadusier_, Volk in Iran 251

hellenischen Elementen sich erhalten haben mochte, sondern auch das westliche
Iran weicht wieder zurueck in das seit Jahrhunderten verlassene, aber noch nicht
verwischte Geleise. Der roemische Senat opfert das erste wesentliche Ergebnis
andauernden Fehden weiter und weiter in das innere Asien zurueckgedraengt. Von
den Landschaften zwischen Armenien, Mesopotamien und Iran wurden Corduene
(noerdliches Kurdistan) und das Atropatenische Medien (Aserbeidschan) aus

fast, als gedenke man dort im gelegenen Augenblick auf jene alten Zeiten
zurueckzugreifen, da ganz Iran und Turan von Antiocheia aus beherrscht wurden
und es doch kein Parthisches Reich gab, sondern nur eine parthische Satrapie.
Der einzige Grossstaat, mit welchem das Roemische Reich grenzte, war das
Reich von Iran ^1, ruhend auf derjenigen Nationalitaet, die im Altertum wie
heutzutage am bekanntesten ist unter dem Namen der Perser, staatlich

Voelkerschaften, endlich die nicht bloss bis zum Tigris wohnenden, sondern
selbst nach Armenien und Kappadokien vorgedrungenen Staemme von Iran, waehrend
andersartige Urbewohner dieser weitgedehnten Landschaften unter diesen

Herrschaft nach allen Seiten, insbesondere aber nach Westen weit hinaus.
Abgesehen von den Zeiten, wo Turan ueber Iran die Oberhand gewann und die
Seldschuken und Mongolen den Persern geboten, ist eigentliche Fremdherrschaft

sie in der letzten Zeit der Republik in Folge der Besetzung Syriens in
unmittelbare Beruehrung mit Iran traten. Wir haben dieses Staats schon mehrfach
frueherhin zu gedenken gehabt; hier ist der Ort, das Wenige zusammenzufassen,

deren Namen allein von allen Staemmen dieser Gegend die heiligen Buecher der
Perser nicht nennen, dem eigentlichen Iran fern stehen, in welchem die
Achaemeniden und die Magier zu Hause sind. Der Gegensatz dieses Iran gegen das
aus einem unzivilisierten und halb fremdartigen Distrikt herstammende

gegenuebertrat und in ihn eindrang. Enger aber als selbst bei den Kelten sind in
Iran die nationale Religion und der nationale Staat miteinander verwachsen. Es
ist schon hervorgehoben worden, dass das legitime Koenigtum im Iran zugleich
eine religioese Institution, der oberste Herrscher des Landes als durch die

allem Wechsel der Dynastien und bei aller eigenen Entwicklung die Landesreligion
im Iran in ihren Grundzuegen die gleiche geblieben.
Die Landessprache im Partherreich ist die einheimische Irans. Keine Spur

dem Gruender des Inderreiches, Tschandragupta oder griechisch Sandrakottos, die
Grenze zwischen Iran und Indien gezogen. Danach herrschte der letztere nicht
bloss ueber das Gangestal in seiner ganzen Ausdehnung und das gesamte noerdliche

Parapanisos der Alten, und dessen Fortsetzung nach Osten und Westen schieden
also mit ihrer gewaltigen, nur von wenigen Paessen durchsetzten Kette Iran und
Indien. Aber langen Bestand hat dies Abkommen nicht gehabt.

Vorderindien sich fest, so dass das Schwergewicht dieses Reiches sich aus dem
westlichen Iran nach dem oestlichen Indien verschob und der Hellenismus dem
Indertum wich. Die Koenige dieses Reiches heissen indische und fuehren

Es trat dann eine Nation mehr in den Kampf ein: die Skythen oder, wie sie
in Iran und in Indien heissen, die Saker brachen aus ihren Stammsitzen am
Jaxartes ueber das Gebirge nach Sueden vor. Die baktrische Landschaft kam

—————————————————–
Gegen Norden und Nordosten grenzte Iran mit Turan. Wie das westliche und
suedliche Ufer des Kaspischen Meeres und die oberen Taeler des Oxos und Jaxartes

diese wieder nicht verzichten konnten; und darum ist das Verhaeltnis zwischen
Rom und Iran durch die ganze Kaiserzeit eine nur durch Waffenstillstaende
unterbrochene ewige Fehde um das linke Ufer des Euphrat.

stieg diejenige des Ostens. Wenige Jahre nach dem Tode des Severus (211) traf in
Iran eine Umwaelzung ein, welche nicht bloss, wie so viele fruehere Krisen, den
herrschenden Regenten stuerzte, nicht einmal bloss eine andere Dynastie an die

Es ist schon ausgesprochen worden, dass die parthische Dynastie, obwohl in
der Tat sie Iran dem Hellenismus entrissen hatte, doch der Nation sozusagen als
illegitim galt. Artahschatr oder neupersisch Ardaschir, so berichtet die

Version die Arsakidenzeit als die der Teilkoenige und Ardaschir als das erste
gemeinsame Haupt von ganz Iran nach dem letzten Dareios bezeichnet, weil im
alten Persischen Reich die persische Landschaft wie zu den uebrigen, so auch zu

gegen den Osten gereicht hat und wann sie bis zum Oxos vorgedrungen ist, der
spaeter als die legitime Grenze zwischen Iran und Turan gilt, entzieht sich
unseren Blicken ^73.

niemals besessen hatten. Es mag wohl sein, dass die zwiefache Propaganda fremder
Kulte gegen Iran, des Buddhatums vom Osten her und des juedisch-christlichen
Glaubens aus dem Westen, der alten Mazda-Religion eben durch die Fehde eine

Binnenland verheerten, ging auch der Perserkoenig Sapor wieder angriffsweise
vor. Wenn sein Vater sich damit begnuegt hatte, sich den Herrn von Iran zu
nennen, so hat er zuerst wie nach ihm die folgenden Herrscher sich bezeichnet
als den Grosskoenig von Iran und Nicht-Iran und damit gleichsam das Programm
seiner Eroberungspolitik hingestellt. Im Jahre 252 oder 253 besetzte er

Passendes aus anderen Blogs

  • Passendes zum Thema Zitate

Trackback URL für diesen Beitrag: trackback