Mauretanien
Mauretanier haben zunächst Siedlungen in Rosas angelegt und auch in Saguntum sollen Zakynthier sich angesiedelt,
ja selbst in Tingis (Tanger) in Mauretanien griechische Dynasten geherrscht
haben. Aber mit dem Vorruecken war es denn doch fuer die Hellenen vorbei; nach
800 Pferden zu ihnen ueber; karthagische Gesandte konnten es versuchen, mit den
Koenigen von Numidien und Mauretanien, ja, mit dem falschen Philippos von
Makedonien Verbindungen einzuleiten. Vielleicht mehr die inneren Zerwuerfnisse –
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oestliche Teil des Reiches, Jugurtha dagegen die fruchtbare und bevoelkerte
Westhaelfte (das spaetere Sitifensische und Caesariensische Mauretanien) zu
teil.
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koeniglichen Macht entlegensten Staedte, wie Gross-Leptis, bereits freiwillig
ihre Unterwerfung einsandten, waehrend Koenig Bocchus von Mauretanien, obwohl
seine Tochter mit Jugurtha vermaehlt war, doch den Roemern Freundschaft und
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Wueste auf Jugurthas Ruf den Nationalkrieg gegen die Roemer. Im Westen schien
Koenig Bocchus von Mauretanien, dessen Freundschaft die Roemer in frueherer Zeit
verschmaeht hatten, jetzt nicht abgeneigt, mit seinem Schwiegersohn gegen sie
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Strich vom Fluss Molochath bis zum Hafen von Saldae (Bougie) – das spaetere
Mauretanien von Caesarea (Provinz Algier) – zu dem Reich des Bocchus zu schlagen
und das darum verkleinerte Koenigreich Numidien auf den letzten noch lebenden
–
angedeutet, dass Bocchus’ Reich bedeutend vergroessert ward; womit es
unzweifelhaft zusammenhaengt, dass Mauretanien, urspruenglich beschraenkt auf
die Landschaft von Tingis (Marokko), in spaeterer Zeit sich erstreckt auf die
Landschaft von Caesarea (Provinz Algier) und die von Sitifis (westliche Haelfte
der Provinz Constantine). Da Mauretanien zweimal von den Roemern vergroessert
ward, zuerst 649 (105) nach Jugurthas Auslieferung, sodann 708 (46) nach
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daselbst den Oberbefehl. Es war sogar von dort aus die Propaganda in die
Klientelstaaten Numidien und Mauretanien getragen worden. Deren legitime
Regenten Hiempsal II., des Gauda, und Bogud, des Bocchus Sohn, hielten zwar mit
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Sulla, furchtlos und anstellig wie er war, im Fluge das Waffenhandwerk sich zu
eigen und entwickelte auf dem verwegenen Zug nach Mauretanien zuerst jene
eigentuemliche Verbindung von Keckheit und Verschmitztheit, wegen deren seine
gaerte und die natuerlich sofort das Buergerrecht erhalten haben wuerden, ferner
auf verschiedene keltische Staemme ^3. Bis nach Mauretanien hin liefen die
Faeden dieser Verbindung. Einer der Mitverschworenen, der roemische
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engsten persoenlichen Beziehungen getreten – wie er denn in dem Kriege gegen die
Marianer der Waffengenosse der Koenige von Numidien und Mauretanien gewesen war
und das Reich des ersteren wiederaufgerichtet hatte; wie er im Mithradatischen
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sich nur vermutungsweise bestimmen. Dass Pompeius die Absicht gehabt, seinem in
Spanien fechtenden Heer zu Lande ueber Afrika und Mauretanien zu Hilfe zu
kommen, war nichts als ein im Lager von Ilerda umherlaufendes abenteuerliches
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noch rechtzeitig unterdrueckten. Gnaeus Pompeius, der unterwegs mit einem
vergeblichen Versuch, sich in Mauretanien festzusetzen, Zeit verloren hatte, kam
zu spaet; Gaius Trebonius, den Caesar nach seiner Heimkehr aus dem Osten zur
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liegt sehr im Dunkel. Nach dem Jugurthinischen Kriege herrschte Koenig Bocchus
von Mauretanien wahrscheinlich vom westlichen Meere bis zum Hafen von Saldae, in
dem heutigen Marokko und Algier; die von den mauretanischen Oberkoenigen wohl
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Publikum als eine lateinische; darum liessen, wie die Koenige von Armenien und
Mauretanien, so auch roemische Vornehme, wie zum Beispiel Lucius Lucullus,
Marcus Cicero, Titus Atticus, Quintus Scaevola (Volkstribun 700 54),
selbst wussten sich in die Abhaengigkeit nicht so zu fuegen, wie es die Koenige
von Kappadokien und Mauretanien verstanden hatten, oder hatten vielmehr das Joch
nur auf sich genommen in der Hoffnung, bei erster Gelegenheit sich desselben
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anerkannt worden. Im Gegenteil heisst der Sohn der Tochter des Antonius von
Kleopatra, der spaetere Koenig von Mauretanien Ptolemaeos in der athenischen
Inschrift CIA III, 555 Enkel des Ptolemaeos; denn Ptolemaioy ekgonos kann in
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Hause, und der Vertreter der griechischen Gelehrsamkeit unter den
Fuerstlichkeiten des Augustischen Kreises, Koenig Juba von Mauretanien,
widmeten, jener seine im Orient selbst eingezogenen Erkundigungen, dieser
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selbstaendig sich bewegende Klientelstaaten. Was in Galatien, in Kappadokien, in
Mauretanien kurz vorher oder bald nachher geschah, erklaert, warum auch in
Palaestina das Reich des Herodes ihn selbst kaum ueberdauerte. Aber wie in
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