Niger
Hauptstadt des Reichs, am gleichnamigen Fluß (Nebenfluß
des Niger), ist mit einer Mauer umgeben, ziemlich
regelmäßig gebaut, hat einen großen
–
Frankreich zurück. 1878 ging er über Senegambien nach
Segu am Niger und versuchte 1879 nach seiner Rückkehr im
Auftrag der französischen Regierung
–
Sonrhai (Songhay), Negerstamm im westlichen Sudân,
zu beiden Seiten des mittlern Niger, bildete ehemals ein
großes Reich, welches 1009 den Islam annahm, unter dem Sultan
–
Diokletian, Verfasser der Biographien der Kaiser Hadrian, Verus,
Julian, Septimius Severus, Pescennius Niger, Caracalla und
Geta.
–
Tekrur, der einheimische Name für die Osthälfte
des Sudân vom Niger bis Kordofan.
–
unter dem Einfluß der Tuareg stehend, 15 km nördlich vom
Niger, hat über 1 Stunde im Umfang und gegen 1000
einstöckige, flach bedachte Thonwohnungen nebst einigen
–
Handel, welcher infolge der großen nördlichen Biegung
des Niger sich hier konzentriert. Der Hafen der Stadt ist das von
2000 Sonrhai bewohnte Kabaraam Nordufer des Niger. Früher
erstreckte sich ein Arm des Flusses bis an T. heran.
–
mächtiger Zweig der Tuareg, 1780 das große Reich Haussa
am Nordufer des Niger gründeten, welchem auch T. unterworfen
wurde. Zu Anfang des 19. Jahrh. wanderten die Fulbe in die
–
Herrschaft über das ganze Senegalbecken ausdehnte und unter
Othman Dar Fodie das große Fulbereich zwischen Niger und
Tsadsee gründete. Sie haben den Franzosen häufig den
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Tschadda, Nebenfluß des Niger, s. Binuë.
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Imoscharh (Imuharh, Imazirhen) nennt, im N. bis an den Atlas, im S.
bis über den Niger, im W. bis zu den maurischen Stämmen
und im O. bis zu den Tibbu seine Wohnsitze ausgebreitet hat. Die T.
–
Kelowi, Itissa, Sakomaren weiter südlich, die Auelimiden am
Niger u. a. Sie sind ein schöner, bräunlicher
Menschenschlag mit echt kaukasischen Gesichtszügen, wo er sich
Nigerkarten, indem er vor Jahren auf Kosten der englischen Regierung mit
einem Dampfer den Niger hinauf explorirte bis Rabba und die genauesten
Karten vom Niger geliefert hat, die wir überhaupt besitzen) erschien.
Meine hohen Stiefeln quatschten bei jedem Schritte vom Wasser, das in
–
in Lagos und als Director der sogenannten evangelischen schwarzen
Niger-Mission der Bischof Crowther. Dieser Neger, aus einem kleinen
Dorfe in Yóruba gebürtig, wurde als Kind geraubt und den Portugiesen
–
Grammatiken, darunter eine der Nyfe-Sprache, legen Zeugniss seiner
gründlichen Bildung ab; endlich die Reisebeschreibung der Niger- und
Bénue-Expedition, welche Herr Crowther mit dem verstorbenen Dr.
–
der Importation en gros von den Europäern gewogen und später in Körbe[3]
von je zu 20,000 verpackt, und vom Niger an kommen sie nur noch in
kleinen Paketen vor, obgleich doch noch in Seg-Seg (westliches
–
Bremer-Flagge, die von allen europäischen Flaggen allein den Tsad-See
begrüsst, und einzig ausser der englischen Flagge den Niger befahren
hatte, waren aufgehisst worden, verliessen wir um 10 Uhr Morgens die
–
entzückte mich der melodische Sang der Ruderer, und erinnerte mich sehr
an die singlustigen Kakánda-Neger am mittleren Niger, denen es auch ganz
unmöglich war, ihr Kanoe weiter zu stossen, ohne jeden Stoss mit Gesang
–
Regel nur ein Mal im Jahre über Tripoli eine Verbindung; der viel nähere
Weg nach der Küste vermittelst des Bénue und Niger ist augenblicklich
für Reisende und Warensendungen ganz verschlossen. Der einzige Artikel,
–
Christen in Lokója (–der bekannten von Dr. Baikie gegründeten Station
an der Mündung des Bénue in den Niger–). Er selbst war gerade nicht
von Bornu, sondern von einer im Reiche Sókoto gegründeten Colonie Namens
–
Die am Niger ansässigen Nyfe-Völker, welche Theil eines mächtigen
Königreiches sind, haben viel ausgebildetere Formen und Worte, um den
Gegen zwei Uhr Nachmittags wurde auch am Knie eines großen Stromes eine
Stadt sichtbar. Dieser Strom war der Niger — die Stadt war Timbuctu.
–
Und auch bis zum Hafen von Kabara an der scharfen Biegung des Niger war
Alles, was sich auf Schiffen und Booten befand, in lebhafterer
62. Ersehnter Labetrunk
63. Niger und Cobra
64. Bei Taung um Branntwein bestürmt
–
der Jagd widmen. Ich ging mit meinem treuen und bereits gute Dienste als
Hühnerhund leistenden Niger in der Grasebene auf der einen, F. mit
seinem Karabiner auf der anderen Seite, 2-400 Schritte vom Wagen
–
schwarzweiß gescheckt) und an den Flügeln bespornte Hoplopteri (an den
feuchteren Stellen) bildeten meist unsere Beute. Niger (ein bei der
während meines Aufenthaltes in den Diamantenfeldern unternommenen und
–
Boly, F. und einem Griquadiener, sowie neun Hunden, darunter meinem
treuen Niger, meinem Reitpferd und acht Zugthieren die Diamantenfelder.
Von Dutoitspan nahm ich den kürzesten Weg nach Klipdrift; von Klipdrift
–
verwandelt. Zahlreiche schwarze Störche und Kraniche liefen am Rande des
Gewässers umher. Als ich mich ihnen mit Niger näherte, folgte dieser
einer Spur in den Binsen am Ufer, blieb dann plötzlich stehen und machte
–
[Illustration: Niger und Cobra.]
–
den Abhang und zogen weiter. Derselbe führte durch ein nur stellenweise
erweitertes Felsenthal, das zu unserer Linken dicht bebuscht war. Niger,
der voran eilte, fing plötzlich in dem hohen Grase zur Rechten zu bellen
–
zurückfuhr, was mich nicht wenig befremdete. Wir hielten sofort an und
eilten Niger nach. Er stand nun an dem, einen der riesigen
Termitenbauten–eine hohe nach oben zu offene Röhre–umgebenden Dickicht
–
Eine plötzliche Bewegung Niger’s riß mich aus meinen Gedanken. Von
»Onkel«, einem zweiten Hunde gefolgt, sprang Niger einige Schritte
vorwärts und fing an zu knurren. Ich sollte über die Ursache dessen
–
Niederstrecken eines meiner Hunde begangen hätte. Bei dem letzten Geheul
der Hyäne hatte sich Niger losgerissen und Boy, fürchtend, daß die Hyäne
den Hund erwürgen könnte, hatte sofort auch dem starken Onkel die
Freiheit gegeben, der nun in Sätzen nach Niger gesprungen kam. Sie
jagten die Ebene weit nach abwärts, doch die Hyänen waren rechtzeitig
–
mehrere Thäler zu überschreiten und steile, äußerst steinige Höhen zu
erklimmen. Auf einem der Hügel hatte Niger eine Schlange entdeckt und
sie in einen Dornbaum gejagt; und da ich den Schlangen Süd-Afrika’s,
–
Gegen Abend fiel mir Niger’s Betragen auf, der im Grase zu unserer
Linken hin- und herlief. Ich rief Onkel herbei–wir hatten nach und nach
–
nichts regte sich. Ich ließ die Hunde holen, doch da ich den Haß kenne,
mit dem sich diese beiden Thiere stets verfolgen und Niger, der immer
dem starken Onkel voraus war, dabei leicht zu Schaden kommen konnte,
mitgetheilte Nachricht der Eingeborenen, der Mssaud ergösse sich nach sehr
starken Anschwellungen bis zum Niger, auf Wahrheit beruht.
Je mehr man sich dem Niger nähert, desto andere Bauformen finden wir
gäng und gäbe. Freilich bleibt auch hier die runde Hütte noch immer die
–
Gora-Gebirge, denn hier ist die Wasserscheide zwischen dem Tschad-See
einerseits und dem mächtigen Niger andererseits. Zudem entspringt hier
der Gongolafluß, einer der bedeutendsten Nebenflüsse des Bénue, sowie
eine Menge kleinere Flüsse, die direct in den Bénue (dieser ist der
bedeutendste Nebenfluß des Niger, und vielleicht ebenso bedeutend als
dieser) sich werfen.
–
das ganze ausgedehnte Gebirge seinen Namen hat, und von dem die Wasser
hauptsächlich entspringen, welche dem Niger, Bénue und dem Tschad
zueilen.
–
kommen hier im Gebirge nirgends vor; Elephanten, Nashörner und
Flußpferde treten erst am Bénue und Niger auf; ebenso fehlt hier der
Gorilla-Affe, nur Paviane und Hundsaffen sind in erstaunlicher Menge
–
scheint dieselbe nicht weit vorgedrungen zu sein; auf dem Gora-Gebirge
z.B., einem Gebirgsstock, zwischen Tschad-See, Bénue und Niger gelegen,
fehlt die Goro-Staude. Wild wächst sie in einer Oertlichkeit, Namens
–
Sonst ist beim eigentlichen Volke in Nordafrika das Schnapstrinken nicht
gebräuchlich, erst wenn man den Niger erreicht hat, in den
Yorubaländern, also der Küste zu, stößt man auf ganze Karawanen mit
^22 Wir haben noch (Macr. Sat. 3, 13) den Speisezettel derjenigen Mahlzeit,
welche Lucius Lentulus Niger vor 691 (63) bei Antritt seines Pontifikats gab und
an der die Pontifices – darunter Caesar -, die Vestalischen Jungfrauen und
hunderttausend Einwohner gezaehlt haben. Auch die energische Parteinahme der
Byzantier fuer den Kaiser des griechischen Ostens, Pescennius Niger, und der
mehrjaehrige Widerstand, den die Stadt noch nach dessen Untergang dem Sieger
–
zum Teil so kindisch, gelegentlich auch so gehaessig hervortreten, wie zum
Beispiel der Krieg zwischen Severus und Niger in Bithynien eigentlich ein Krieg
der beiden rivalisierenden Kapitalen Nikomedeia und Nikaea war, gehoeren zum
–
Dreikaiserjahr 193 hatte zum Kriege zwischen den Legionen des Westens und denen
des Ostens gefuehrt, und mit Pescennius Niger waren diese unterlegen. Die
roemischen Lehnsfuersten des Ostens und nicht minder der Beherrscher der
Parther, Vologasos V., des Sanatrukios Sohn, hatten, wie begreiflich, den Niger
anerkannt und ihm sogar ihre Truppen zur Verfuegung gestellt; dieser hatte erst
–
Statthalter entzogen. Nachdem dieser die Provinz, die wie einst ihren
Statthalter Vespasian, so damals den Niger zum Kaiser hatte machen wollen, unter
Widerstreben namentlich der Hauptstadt Antiocheia unterworfen hatte, verfuegte
–
unterstuetzt, den Vespasianus gegen Vitellius, den Cassius gegen Marcus, den
Niger gegen Severus, immer bereit, wo sie Rueckhalt zu haben meinten, der
bestehenden Regierung den Gehorsam aufzukuendigen. Das einzige Talent, das ihnen
–
haben dabei regelmaessig mitgemacht; auf diese Weise sind hier Vespasian,
Cassius, Niger, Macrianus, Vaballathus, der Sohn der Zenobia, Probus zu
Herrschern ausgerufen worden. Die Initiative aber haben in allen diesen Faellen
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