Redewendungen aus Amerika II
…bisherigen Lebens, zumal ich schon im Frühling 1849 zur Auswanderung nach
Amerika entschlossen und im Juli eine angenehme Gelegenheit für mich da
war, um mit einer befreundeten Familie wohlfeil fortzukommen; der Stolz
Geschichten vorkommenden Persönlichkeiten, ich möchte sagen bereits von
Allen, die noch leben oder nicht nach Amerika auswanderten, bewiesen werden
könnte.
Freilich besaß er einen Onkel, der ein Triberger Packer und tief in Amerika
drinnen ein steinreicher Mann geworden war, zur Zeit noch keine Kinder und
Wendels glorreicher Grabstein erklärt sich namentlich durch den Umstand,
daß die Elsbeth auf die Ankunft des Vetters aus Amerika hoffte, der
jährlich geschrieben, er werde kommen und mehr Eagles und Dollars bringen,
der Kutscher Sepp einmal an ihrem Häuslein halte und den steinreichen
Vetter aus Amerika ablade, so zuversichtlich dürfe er hoffen, daß es ihm
bald prächtig ergehe. Die Kreuzkönigin wolle nicht wanken und weichen, bei
ärgert er sie doch und schadet nicht. Die Termine reichen auch lange Zeit,
wahrscheinlich kommt indessen der Vetter aus Amerika, habe ich nichts, so
gebt mir Credit oder verschafft Geld. Man lebt nur einmal und ich habe noch
Hauptsache, Entlassenen Gelegenheit für Arbeit anzuweisen oder dieselben wo
möglich nach Amerika zu spediren, wo sie Erwerb und je nach Umständen auch
einen Galgen finden.
nicht wieder; nach einigen Monaten wandern die Seinigen ihm nach und zwar
nach Amerika, wo allmälig alle Spitzbuben und Schurken der Welt sich gerne
ein Stelldichein geben und den ehrlichen Leuten das Spiel verderben.
In Amerika ist die Verwerfung gemeinsamer Haft längst entschieden und der
Streit dreht sich dort nur noch um die Frage, ob die _scheinbare_ und
nehmen und die düstere Stimmung desselben vermehren? Nein, er redet von der
_Möglichkeit_ dereinstiger Befreiung, von Auswanderung nach Amerika
und scheidet aus der Zelle, einen Glücklichen hinter sich zurückzulassen.
Verdienst zurückkehren wollen, da wunderts Einen nicht, weßhalb Tausende
jetzt auswandern nach Amerika. Am Ende kommst Du auch noch hinein,
Benedict, denn seitdem die Gemeinden und der Staat Solche, die im Zuchthaus
gewesen wegen Stehlen und Rauben, mit den Politischen nach Amerika
spediren, geht das Gerede, alle Zuchthäuser würden allgemach geleert und
der Befehlshaber von Amerika habe herausgeschrieben, man solle ihm doch
alle Arrestanten schicken, weil es an Händen fehle zum–Arbeiten!”
Menschen, denn was habe ich zu erwarten? Gutes wenig, sei es im Badischen
oder in Amerika. Lebewohl, Liebe, bete für mich und denke, daß ich endlich
doch hier ein anderer Mensch werde!”
—-Du, theuerster Anton, hast Deinem Bruder das Reisegeld gegeben und in
zwei Wochen segle ich Amerika zu, um dort nach Kräften gut zu machen, was
ich an der alten Welt, an dem Vaterlande, an meiner Familie und mir selbst
Ich suche in Amerika kein Eldorado und weiß, welche Entbehrungen und
Schwierigkeiten meiner harren, nachdem ich mich entschlossen, die Wilden
Bedürfniß herausstellen sollte, Afrika so ernstlich in Angriff zu
nehmen, wie man es mit Amerika und jüngst mit Australien gethan hat.
keines verbreiteter als Tabak, und wenn man zu der Annahme berechtigt
ist, daß die Tabakpflanze sich _nur_ von Amerika aus verbreitet hat,
Amerika aber erst seit einigen Jahrhunderten für die übrige Welt
erschlossen wurde, so muß man noch mehr staunen. Afrika, dieser compacte
in Afrika durchgängigen Verbreitung des Tabaks die Pflanze nicht dort,
wie in Amerika, _ureinheimisch_ gewesen sein könne. Ich wage hierüber
kaum eine Meinung, vielweniger noch eine Entscheidung abzugeben. Am
Vettern, die um die Ecke gegangen waren, und die, statt wie früher nach
Amerika, jetzt nach den Kolonien abgeschoben wurden, um als
Kulturträger aufzutreten; von den sitzengebliebenen Kusinen, die
Gründung eines nationalen Frauenbundes aufforderte, der sich dem bereits
bestehenden in Amerika ins Leben gerufenen internationalen Verbande
anschließen sollte.
Als der sechzehnjährige Karl Roßmann, der von seinen armen Eltern nach
Amerika geschickt worden war, weil ihn ein Dienstmädchen verführt und
ein Kind von ihm bekommen hatte, in dem schon langsam gewordenen Schiff
versichern, da er viel von den Gefahren gehört hatte, welche besonders
von Irländern den Neuankömmlingen in Amerika drohen. »Bin ich, bin ich,«
sagte der Mann. Karl zögerte noch. Da faßte unversehens der Mann die
der in einem bestimmten Gedankengang blieb, »und ich wäre sicher später
Ingenieur geworden, wenn ich nicht nach Amerika hätte fahren müssen.«
»Warum haben Sie denn fahren müssen?« »Ach was!« sagte Karl und warf die
Na, dann ist’s gut. Dann sind Sie mein Mann. Sehen Sie, wir sind doch
auf einem deutschen Schiff, es gehört der Hamburg-Amerika-Linie, warum
sind wir nicht lauter Deutsche hier? Warum ist der Obermaschinist ein
auch nur zu erwähnen. Mir haben Sie es doch immer so klar dargestellt!«
Wenn man in Amerika Koffer stehlen kann, kann man auch hie und da lügen,
dachte er zur Entschuldigung.
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