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	<title>Kacker &#187; Wunder</title>
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	<description>der Kacker kennt sie alle - Zitate und Redewendungen</description>
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		<title>Unfassbares aus Amerika</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Oct 2008 23:34:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Dame sagt: &#8220;Mein Gott, das ist ja nichts als eine Maiblume mit einem Salatblatt.&#8221; Darauf
zwischen dem Gitter durch mit einem St&#228;bchen anstach und erkl&#228;rte, so da&#223;
der traurige Vogel keine Ruhe hatte. Es war ein Adler aus Amerika; und die
fernen blauesten L&#228;nder, &#252;ber denen er in seiner Freiheit geschwebt, kamen
da ein neues Geschlecht an der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Dame sagt: &#8220;Mein Gott, das ist ja nichts als eine Maiblume mit einem Salatblatt.&#8221; Darauf</p>
<p>zwischen dem Gitter durch mit einem St&#228;bchen anstach und erkl&#228;rte, so da&#223;<br />
der traurige Vogel keine Ruhe hatte. Es war ein Adler aus Amerika; und die<br />
fernen blauesten L&#228;nder, &#252;ber denen er in seiner Freiheit geschwebt, kamen<br />
da ein neues Geschlecht an der Tagesordnung und seine alten Genossen<br />
waren l&#228;ngst in die Dunkelheit verschwunden. Zudem hatte er in Amerika<br />
doch etwas andere Manieren bekommen. Er hatte sich gew&#246;hnen m&#252;ssen,<br />
meine Frau, und die Erde hat f&#252;nf Weltteile, Europa, Asien, Afrika,<br />
Amerika, Australien, und zwei mal zwei macht vier. Ich bin bei Sinnen,<br />
siehst du. &#8211; Schrie&#8217;s nicht September? Sagtest du nicht so was?<br />
wird. Sorgen gibt es in Ru&#223;land nicht; darin &#8211; im Geldpunkt sind beide<br />
gleich &#8211; ist Ru&#223;land noch besser als Amerika.«</p>
<p>einen Neufundl&#228;nder, wiewohl es die noch gar nicht gab, denn es<br />
war grade hundert Jahre vor der Entdeckung von Amerika. Einen<br />
wundersch&#246;nen Hund also, sagen wir wie Rollo &#8230;«<br />
ihm alles klar da. Und wie bei ihm selbst, so bei den T&#246;chtern. Cora<br />
geht nach Amerika und wird Million&#228;rin oder Methodistenpredigerin;<br />
in jedem Fall ist sie verloren. Ich habe noch keine Vierzehnj&#228;hrige<br />
Das wir das Christentum und unsern Geiz gelehrt.<br />
Er sieht Amerika; doch nah an diesem Lande<br />
Zerrei&#223;t der Sturm sein Schiff.  Zwar gl&#252;ckt es ihm, am Strande<br />
 65. Der naseweise Bello<br />
 66. Heil, Amerika!<br />
 67. Petersilie<br />
  Stolz wir, sie besch&#252;tzend, stehen,<br />
    Deiner wert, Amerika!</p>
<p>Welt erweitern.  Der Kapit&#228;n ist ein junger, munterer Mann, das Schiff<br />
gar zierlich und nett, in Amerika gebaut, ein guter Segler.</p>
<p>hin&#252;ber.  Die ganze Nacht ging das Schiff ruhig fort.  Es war in<br />
Amerika gebaut, schnellsegelnd, inwendig mit artigen K&#228;mmerchen und<br />
einzelnen Lagerst&#228;tten eingerichtet.  Die Gesellschaft anst&#228;ndig</p>
<p>Amerika (unter diesem Namen schl&#228;gt man den Vereinigten Staaten<br />
gemeinhin den Rest der beiden Subkontinente zu) versinnbildlicht in<br />
bed&#252;rftiger Kinder auf der ganzen Welt) und ihre Distanz zu jeglicher<br />
Form der Diskriminierung.  Fast &#252;berall sieht man in Amerika das<br />
Modell einer funktionierenden liberalen Demokratie auf der Grundlage<br />
Sie erfa&#223;t in der globalen Gemeinschaft unserer heutigen Zeit alle<br />
Bereiche der Lebenspraxis.  Es ist nachvollziehbar, warum Amerika<br />
jene Formen der Effizienz repr&#228;sentiert, die scheinbar auf Kosten<br />
Hoffnungen und Erwartungen geweckt, trotz der gemischten Gef&#252;hle, mit<br />
denen man Amerika ansonsten begegnet.  Mehr als von dem Zwang, den<br />
amerikanischen Lebensstil nachzuahmen (in Konsum, Lebensweise,</p>
<p>Man k&#246;nnte Amerika, jahrhundertelang von nicht enden wollenden<br />
Einwanderungswellen &#252;berrollt, etwas oberfl&#228;chlich als eine Kultur<br />
ererbtes Verh&#228;ltnis zur Geschichte l&#228;&#223;t sie keine M&#252;hen und kein Geld<br />
in dem Versuch scheuen, die Entwicklung umzukehren und Amerika zu<br />
seiner alten Gr&#246;&#223;e oder doch zumindest zu einer gewissen Form der</p>
<p>Amerika hat im Verlauf seiner Geschichte in einem gewissen Ma&#223; immer<br />
den Bruch mit den Werten der Alten Welt verk&#246;rpert.  Die neuen<br />
ihr Lebensrhythmus, ihre Sprach-, Denk- und sozialen Gewohnheiten.<br />
Als de Toqueville in den 30er Jahren des 19. Jahrhunderts Amerika<br />
bereiste, waren einige Merkmale dieses neuen Paradigmas bereits zu<br />
Ansehens zwangsl&#228;ufig begrenzt.  Die franz&#246;sische Regierung hatte ihn<br />
nach Amerika geschickt, um die Gef&#228;ngnisse und Strafanstalten der<br />
Neuen Welt zu untersuchen; f&#252;r uns heute wurde die Untersuchung ein<br />
&#246;ffentlichen Verwaltung, die Fl&#252;chtigkeit der eingegangenen<br />
Verpflichtungen.  Er sah, da&#223; Amerika in Ermangelung einer eigenen<br />
Geschichte w&#252;rde &#8220;R&#252;ckgriff nehmen m&#252;ssen auf die Geschichte anderer.&#8221;<br />
In seiner Beschreibung dr&#252;ckt sich die &#220;berraschung aus, die die<br />
in Amerika erfahrene Diskontinuit&#228;t, der Wandel und eine in anderen<br />
Teilen der Welt weniger offenkundige Dynamik bei ihm hervorriefen.<br />
(was eine Form von Schriftstellerei ist) oder als Beamte.  Doch das<br />
wirkliche Amerika gewann westlich des Hudson und jenseits der<br />
Appalachen Gestalt.  Dort spielte die Vergangenheit tats&#228;chlich so</p>
<p>Als Teilergebnis des B&#252;rgerkrieges wurde in Amerika die Sklaverei<br />
abgeschafft.  Zur selben Zeit deutete sich aber auch eine Ver&#228;nderung<br />
Schriftkultur hervorgegangen war.  Die industrielle Revolution<br />
vollzog sich in Amerika vor einem Hintergrund, der sich von dem in<br />
Europa ganz wesentlich unterschied&#8211;hier hatten wir eine riesengro&#223;e<br />
Lebenspraxis des postindustriellen Zeitalters entwickelten sich neue<br />
Antriebskr&#228;fte mit dem Ziel, Amerika f&#252;r die Welt und soviel wie<br />
m&#246;glich von der Welt f&#252;r Amerika zu &#246;ffnen&#8211;ohne R&#252;cksicht darauf,<br />
wie so etwas zu bewerkstelligen war.  Dieser Entwicklungsproze&#223; wirkt<br />
eingerichtet worden sind.  Aber darin liegt kein Widerspruch: solche<br />
Einfl&#252;sse haben die Entwicklung in Amerika nur beschleunigt.</p>
<p>herangetragen werden: erst der Erwerb des F&#252;hrerscheins, dann ein<br />
Universit&#228;tsdiplom, schlie&#223;lich Steuern zahlen.  In Amerika braucht<br />
man ein Universit&#228;tsdiplom nicht, weil der sp&#228;tere Beruf eine<br />
wird nicht einmal der Anschein von individueller &#220;berlegenheit<br />
toleriert.  Das Privileg einer Universit&#228;tsausbildung, wie Amerika<br />
sie zun&#228;chst von Europa &#252;bernommen hat, gilt als Ungerechtigkeit.</p>
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		<title>Unfassbares aus Amerika</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Oct 2008 23:32:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8230; und sie nahm ihn. Doch wurde die Ehe schon nach wenigen Monaten in
friedlichem Einverst&#228;ndnis gel&#246;st, der Mann ist nach Amerika gegangen
und Farmer geworden. Meine Freundin fing abermals ihr merkw&#252;rdiges
von dem feierlichen Bannfluch des Vaters und nebenbei von den
politischen Beh&#246;rden verfolgt, nach Amerika entflohen. Nach erlassener
Amnestie war er zur&#252;ckgekehrt, hatte vor dem Familienhaupt alle
einander sa&#223;en [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230; und sie nahm ihn. Doch wurde die Ehe schon nach wenigen Monaten in<br />
friedlichem Einverst&#228;ndnis gel&#246;st, der Mann ist nach Amerika gegangen<br />
und Farmer geworden. Meine Freundin fing abermals ihr merkw&#252;rdiges<br />
von dem feierlichen Bannfluch des Vaters und nebenbei von den<br />
politischen Beh&#246;rden verfolgt, nach Amerika entflohen. Nach erlassener<br />
Amnestie war er zur&#252;ckgekehrt, hatte vor dem Familienhaupt alle<br />
einander sa&#223;en und das Bild einer guten Ehe abgaben. Sie kamen aus<br />
Amerika, wo sie heimisch sind. Die Prinzessin freute sich sehr an den<br />
kleinen Thieren. &#8211; Rosaurus erblickte sie eines Tages und schien zu<br />
Kamelien. Zwischen diesen Blumen flatterten gez&#228;hmte kleine V&#246;gel aus<br />
Amerika herum, die in ihrer Buntfarbigkeit Rubinen, Saphiren und<br />
lebendigem Golde glichen.<br />
aber auch durch die reizvollen Gefahren unsers Zigeunerlebens, durch die<br />
Szenerie des s&#252;dlichen Amerika, durch unsere tropischen N&#228;chte, durch<br />
unsere Schlachten und durch das Vergn&#252;gen, die Flagge einer jungen<br />
machte schlimme Geschichten. Kurz vor Engelharts Ankunft war beschlossen<br />
worden, ihn nach Amerika zu expedieren; Herr Ratgeber hatte sich an<br />
einen Jugendfreund gewandt, der dr&#252;ben reich geworden war. Am zehnten<br />
bequem, schwadronierten von diesem und jenem, Klewein entwickelte nicht<br />
zum erstenmal seinen Plan, nach Amerika auszuwandern, Palm hatte<br />
indessen die Tischlade aufgezogen und st&#246;berte ungeniert unter den<br />
Mann. Doch wenige Tage darauf kam &#252;ber Abel furchtbare Nachricht aus<br />
Amerika. Er hatte wieder einmal Dummheiten gemacht und war entlassen<br />
worden; dann war er irgendwohin ins Innere des Landes gefahren, hatte</p>
<p>Es half nichts, Herr Ratgeber mu&#223;te Geld nach Amerika schicken, aber von<br />
diesem Tag an war seine beste Hoffnung dahin und er wurde ein wenig<br />
Grosskoenigs noch die gefaehrliche Rivalitaet der griechischen Seefahrer<br />
reichte, die Eingeborenen aber den Fremdlingen gegenueberstanden wie in Amerika<br />
die Indianer den Europaeern. Unter den zahlreichen und bluehenden phoenikischen<br />
siebzehnten Jahrhunderts kultiviert. Die Kartoffeln und Tomaten stammen aus<br />
Amerika; die Artischocken scheinen nichts als eine durch Kultur entstandene<br />
Varietaet der den Roemern bekannten Cardonen, aber doch in ihrer<br />
kultiviert; die Orange kam gar erst durch die Mauren im zwoelften oder<br />
dreizehnten Jahrhundert dahin, ebenso erst im sechzehnten von Amerika die Aloe<br />
(Agave americana). Die Baumwolle ist in Europa zuerst von Arabern gebaut worden.<br />
Alexander hatte die Welt den Okzidentalen allein gehoert und schien der Orient<br />
fuer diese nur zu sein, was spaeter Amerika und Australien fuer die Europaeer<br />
wurden; mit Mithradates I. trat dieser wieder ein in den Kreis der politischen<br />
verdraengen &#8211; eben wie England mit gleichem Recht in Asien eine ebenbuertige,<br />
aber politisch impotente Zivilisation sich unterworfen, in Amerika und<br />
Australien ausgedehnte barbarische Landschaften mit dem Stempel seiner<br />
&#8220;Du hast&#8217;s erraten&#8221;, erwiderte Peter, &#8220;und nur recht viel diesmal,<br />
denn nach Amerika ist&#8217;s weit.&#8221;</p>
<p>einer neuerfundenen Pflanze, die erst kuerzlich auf der Pfaueninsel<br />
entdeckt und aus Amerika hier eingefuehrt wurde.&#8221; Die Dame sagt: &#8220;Mein<br />
Gott, das ist ja nichts als eine Maiblume mit einem Salatblatt.&#8221; Darauf<br />
dem Gitter durch mit einem Staebchen anstach und erklaerte, so dass<br />
der traurige Vogel keine Ruhe hatte. Es war ein Adler aus Amerika; und<br />
die fernen blauesten Laender, ueber denen er in seiner Freiheit<br />
Genossen waren laengst in die Dunkelheit verschwunden. Zudem hatte er<br />
in Amerika doch etwas andere Manieren bekommen. Er hatte sich<br />
gewoehnen muessen, sein Glaeschen stehend zu trinken, um unverweilt<br />
meine Frau, und die Erde hat fuenf Weltteile, Europa, Asien, Afrika,<br />
Amerika, Australien, und zwei mal zwei macht vier. Ich bin bei Sinnen,<br />
siehst du. &#8211; Schrie&#8217;s nicht September? Sagtest du nicht so was?<br />
man so verwoehnt wird. Sorgen gibt es in Russland nicht; darin &#8211; im<br />
Geldpunkt sind beide gleich &#8211; ist Russland noch besser als Amerika.&#8221;</p>
<p>einen Neufundlaender, wiewohl es die noch gar nicht gab, denn es<br />
war grade hundert Jahre vor der Entdeckung von Amerika. Einen<br />
wunderschoenen Hund also, sagen wir wie Rollo &#8230;&#8221;<br />
liegt bei ihm alles klar da. Und wie bei ihm selbst, so bei den<br />
Toechtern. Cora geht nach Amerika und wird Millionaerin oder<br />
Methodistenpredigerin; in jedem Fall ist sie verloren. Ich habe noch<br />
Das wir das Christentum und unsern Geiz gelehrt.<br />
Er sieht Amerika; doch nah an diesem Lande<br />
Zerreisst der Sturm sein Schiff.  Zwar glueckt es ihm, am Strande<br />
 65. Der naseweise Bello<br />
 66. Heil, Amerika!<br />
 67. Petersilie<br />
  Stolz wir, sie beschuetzend, stehen,<br />
    Deiner wert, Amerika!</p>
<p>Welt erweitern.  Der Kapitaen ist ein junger, munterer Mann, das Schiff<br />
gar zierlich und nett, in Amerika gebaut, ein guter Segler.</p>
<p>hinueber.  Die ganze Nacht ging das Schiff ruhig fort.  Es war in<br />
Amerika gebaut, schnellsegelnd, inwendig mit artigen Kaemmerchen und<br />
einzelnen Lagerstaetten eingerichtet.  Die Gesellschaft anstaendig</p>
<p>Amerika (unter diesem Namen schlaegt man den Vereinigten Staaten<br />
gemeinhin den Rest der beiden Subkontinente zu) versinnbildlicht in<br />
beduerftiger Kinder auf der ganzen Welt) und ihre Distanz zu jeglicher<br />
Form der Diskriminierung.  Fast ueberall sieht man in Amerika das<br />
Modell einer funktionierenden liberalen Demokratie auf der Grundlage<br />
Sie erfasst in der globalen Gemeinschaft unserer heutigen Zeit alle<br />
Bereiche der Lebenspraxis.  Es ist nachvollziehbar, warum Amerika<br />
jene Formen der Effizienz repraesentiert, die scheinbar auf Kosten<br />
Hoffnungen und Erwartungen geweckt, trotz der gemischten Gefuehle, mit<br />
denen man Amerika ansonsten begegnet.  Mehr als von dem Zwang, den<br />
amerikanischen Lebensstil nachzuahmen (in Konsum, Lebensweise,</p>
<p>Man koennte Amerika, jahrhundertelang von nicht enden wollenden<br />
Einwanderungswellen ueberrollt, etwas oberflaechlich als eine Kultur<br />
ererbtes Verhaeltnis zur Geschichte laesst sie keine Muehen und kein Geld<br />
in dem Versuch scheuen, die Entwicklung umzukehren und Amerika zu<br />
seiner alten Groesse oder doch zumindest zu einer gewissen Form der</p>
<p>Amerika hat im Verlauf seiner Geschichte in einem gewissen Mass immer<br />
den Bruch mit den Werten der Alten Welt verkoerpert.  Die neuen<br />
ihr Lebensrhythmus, ihre Sprach-, Denk- und sozialen Gewohnheiten.<br />
Als de Toqueville in den 30er Jahren des 19. Jahrhunderts Amerika<br />
bereiste, waren einige Merkmale dieses neuen Paradigmas bereits zu<br />
Ansehens zwangslaeufig begrenzt.  Die franzoesische Regierung hatte ihn<br />
nach Amerika geschickt, um die Gefaengnisse und Strafanstalten der<br />
Neuen Welt zu untersuchen; fuer uns heute wurde die Untersuchung ein<br />
oeffentlichen Verwaltung, die Fluechtigkeit der eingegangenen<br />
Verpflichtungen.  Er sah, dass Amerika in Ermangelung einer eigenen<br />
Geschichte wuerde &#8220;Rueckgriff nehmen muessen auf die Geschichte anderer.&#8221;<br />
In seiner Beschreibung drueckt sich die UEberraschung aus, die die<br />
in Amerika erfahrene Diskontinuitaet, der Wandel und eine in anderen<br />
Teilen der Welt weniger offenkundige Dynamik bei ihm hervorriefen.<br />
(was eine Form von Schriftstellerei ist) oder als Beamte.  Doch das<br />
wirkliche Amerika gewann westlich des Hudson und jenseits der<br />
Appalachen Gestalt.  Dort spielte die Vergangenheit tatsaechlich so</p>
<p>Als Teilergebnis des Buergerkrieges wurde in Amerika die Sklaverei<br />
abgeschafft.  Zur selben Zeit deutete sich aber auch eine Veraenderung<br />
Schriftkultur hervorgegangen war.  Die industrielle Revolution<br />
vollzog sich in Amerika vor einem Hintergrund, der sich von dem in<br />
Europa ganz wesentlich unterschied&#8211;hier hatten wir eine riesengrosse<br />
Lebenspraxis des postindustriellen Zeitalters entwickelten sich neue<br />
Antriebskraefte mit dem Ziel, Amerika fuer die Welt und soviel wie<br />
moeglich von der Welt fuer Amerika zu oeffnen&#8211;ohne Ruecksicht darauf,<br />
wie so etwas zu bewerkstelligen war.  Dieser Entwicklungsprozess wirkt<br />
eingerichtet worden sind.  Aber darin liegt kein Widerspruch: solche<br />
Einfluesse haben die Entwicklung in Amerika nur beschleunigt.</p>
<p>herangetragen werden: erst der Erwerb des Fuehrerscheins, dann ein<br />
Universitaetsdiplom, schliesslich Steuern zahlen.  In Amerika braucht<br />
man ein Universitaetsdiplom nicht, weil der spaetere Beruf eine<br />
wird nicht einmal der Anschein von individueller UEberlegenheit<br />
toleriert.  Das Privileg einer Universitaetsausbildung, wie Amerika<br />
sie zunaechst von Europa uebernommen hat, gilt als Ungerechtigkeit.</p>
<p>Amerika hat sich selten oder nie fuer Gedanken um der Gedanken selbst<br />
willen interessiert.  Allgemeine schoengeistige Faehigkeiten oder<br />
einer vergangenen Zeit zuruecksehnt.  Und man schliesst die Augen vor<br />
der Tatsache, dass Amerika diesem romantischen Bild von der<br />
Vergangenheit nie entsprochen hat.  Im Sueden war diese Art von</p>
<p>Bei all diesen Veraenderungen hat Amerika, dessen Identitaet auf<br />
Innovation und Selbstverantwortung gruendet, seine ureigene<br />
amerikanischen Geschichte wirkt sich auch im politischen Bereich aus.<br />
Ehedem hatte Amerika eine ansehnliche Zahl von politischen Parteien<br />
aufzuweisen.  Heute ist das politische System mehr oder weniger auf<br />
unterwerfen laesst, welche zudem in mancherlei Hinsicht ihre<br />
Nuetzlichkeit verloren hat.  Moeglicherweise hat Amerika erst mit<br />
diesem neuen Stadium seine eigentliche Reife gefunden.  Nicht wenige<br />
traditionelle Bildung und Schriftkultur gekennzeichnet ist.  Als<br />
Verkoerperung einer Kultur jenseits der Schriftkultur hat Amerika<br />
gezeigt, wie verschiedene Bildungsformen nebeneinander bestehen und<br />
Erfahrung der Sprachverwendung geknuepft sind.  Das gilt zum Beispiel<br />
fuer das ausgepraegte Rhythmusgefuehl der Schwarzen in Amerika und<br />
Afrika oder die holistische Weltsicht der Chinesen und Japaner.  Wir</p>
<p>Das jedenfalls galt fuer Amerika.  In Europa hatte die Werbung zu<br />
jener Zeit einen anderen Stil entwickelt, verriet aber noch immer das<br />
aufgebracht werden&#8211;, als nach den Gruenden dafuer zu fragen.  Wir<br />
wissen alle, dass ein Kind in Amerika heute, bevor es je Alkohol oder<br />
Zigaretten kaufen darf, ueber eine Million Werbesendungen dazu gesehen<br />
gewoehnlich von der Wahl ausgeschlossen, ebenso Frauen, Schwarze in<br />
Amerika und Suedafrika und Auslaender in vielen europaeischen Staaten.</p>
<p>Pharmaindustrie hervorgerufen haben, nichts mit den Problemen zu tun,<br />
die auch in Amerika und in allen anderen Laendern zu Krisen und zu<br />
erhoehtem Wettbewerb, und im uebrigen zu erhoehter Wettbewerbsfaehigkeit,<br />
Begriff &#8220;freier Geist&#8221; undurchsichtig gemacht hat. In allen Laendern<br />
Europa&#8217;s und ebenso in Amerika giebt es jetzt Etwas, das Missbrauch<br />
mit diesem Namen treibt, eine sehr enge, eingefangne, an Ketten</p>
<p>Kammerdiener.  Gestern sind siebentausend Landskinder nach Amerika<br />
fort&#8211;die bezahlen Alles.<br />
hoerten die Buechsen knallen, sahen ihr Gehirn auf das Pflaster<br />
spritzen, und die ganze Armee schrie: Juchhe! nach Amerika!-Lady<br />
(faellt mit Entsetzen in den Sopha).  Gott!  Gott!&#8211;Und ich hoerte<br />
gedanklichen Bewegung. Es ist nicht komisch, wenn Columbus, statt den<br />
Seeweg nach Ostindien zu finden, Amerika entdeckt. Der Kontrast zwischen<br />
&#8220;Zweck&#8221; und &#8220;Realisierung&#8221; ist hier gross genug, aber er ist nicht<br />
dringende Aufforderung des Schaffners einzusteigen immer nur mit der<br />
flehentlichen Bitte ihm zu sagen, in welchem Jahre Amerika entdeckt<br />
worden sei. Indessen faehrt der Zug ab. Endlich stellt sich heraus, dass<br />
Sie angenommen werden, denn wenn man, wie der Herr hier, eigens<br />
deswegen aus Amerika nach Weimar kommt, waere es doch unbarmherzig,<br />
einen ungesehen wieder fortzuschicken.&#8221;<br />
prophezeit: _Doctor legens_ Supfer, wie ich mich nannte, und Forthill<br />
aus Amerika waren auf fuenf Uhr bestellt.</p>
<p>Hoehen zu ihm herabstieg und mit ihm sprach wie Hans und Kunz in der<br />
Kneipe. Er sprach naemlich mit ihm vom guten Wetter in Amerika, und<br />
indem er ueber das Verhaeltnis der Winde zu der Luft, der Duenste des</p>
<p>Also ueber das schoene Wetter in Amerika sprachen wir, und siehe&#8211;das<br />
Armesuendergesicht des Amerikaners hellte sich auf, die Schleusen<br />
Beispiele. Sie erinnern sich vielleicht des Falles, der in Frankreich<br />
vorkam. Zwei Franzosen trafen in Amerika zusammen. Ihre Aehnlichkeit<br />
war so gross, dass man sie gewoehnlich miteinander verwechselte; der eine<br />
wahrer als sie alle, trifft man besonders in Deutschland und seit<br />
neuerer Zeit in Amerika, wohin sie die Deutschen verpflanzt haben.<br />
Diese Protestanten glauben im echten Sinne des Wortes zu handeln, wenn<br />
Sie angenommen werden, denn wenn man, wie der Herr hier, eigens<br />
deswegen aus Amerika nach Weimar kommt, waere es doch unbarmherzig,<br />
einen ungesehen wieder fortzuschicken.&#8221;</p>
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		<title>Unglaubliches aus Amerika</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Oct 2008 23:31:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In ganz Amerika glaubt man, das Wasser nehme die Eigenschaften der
      Gewaechse an, in deren Schatten es fliesst. So ruehmt man an der
einander Caracas, Havana, Santa Fe de Bogota, Quito, Lima und Mexico zu
besuchen, und in diesen sechs Hauptstaedten des spanischen Amerika brachten
mich meine Verhaeltnisse mit Leuten aller Staende in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In ganz Amerika glaubt man, das Wasser nehme die Eigenschaften der<br />
      Gewaechse an, in deren Schatten es fliesst. So ruehmt man an der<br />
einander Caracas, Havana, Santa Fe de Bogota, Quito, Lima und Mexico zu<br />
besuchen, und in diesen sechs Hauptstaedten des spanischen Amerika brachten<br />
mich meine Verhaeltnisse mit Leuten aller Staende in Verbindung; dennoch<br />
Venezuela gewaltigen Einfluss geaeussert. Nirgends sonst im spanischen<br />
Amerika hat die Civilisation eine so europaeische Faerbung angenommen. Die<br />
Menge Ackerbau treibender Indianer in Mexico und im Innern von Neu-Grenada<br />
Sitteneinfalt und Maessigung in Wuenschen und Begierden bewahrt. Sie lebt nur<br />
in der Vorzeit; in ihrer Vorstellung ist Amerika Eigenthum ihrer<br />
Voreltern, die es erobert haben. Sie verabscheut die sogenannte Aufklaerung<br />
besteht aus Creolen, deren Vorfahren in juengster Zeit bedeutende Aemter in<br />
Amerika bekleidet haben; er gruendet seine Vorrechte zum Theil auf das<br />
Ansehen, in dem er im Mutterlande steht; er glaubt sie auch ueber dem Meere<br />
sagen hoeren: &#8220;Will der reiche weisse Mann weisser seyn als ich?&#8221; Da Europa<br />
so grosse Menschenmengen an Amerika abgeben kann, so ist begreiflich, dass<br />
der Satz: jeder Weisse ist Ritter, _todo blanco es caballero_ den<br />
Volksstamm laengst anerkannt: jeder Biscayer nennt sich adelig, und da es<br />
in Amerika und auf den Philippinen mehr Biscayer gibt als zu Hause auf der<br />
Halbinsel, so haben die Weissen von diesem Volksstamm nicht wenig dazu<br />
der aeltesten Reisenden geglaubt hatte. Auf den hohen Gebirgen des<br />
tropischen Amerika kommen allerdings Wegeriche, Baldriane, Sandkraeuter,<br />
Ranunkeln, Mispeln, Eichen und Fichten vor, die man nach ihrer<br />
cultivirten Europa wie eine Stadt vor, aus der die Einwohnerschaft<br />
ausgezogen. Hat man einmal in Amerika ein paar Jahre in den Waeldern der<br />
Niederungen oder auf dem Ruecken der Cordilleren gelebt, hat man in Laendern</p>
<p>Je mehr im tropischen Amerika Cultur und Bevoelkerung zunehmen werden, je<br />
fleissiger man die vulkanischen Systeme von Popayan, los Pastos, Quito, auf<br />
Colonialwaaren und die Auswanderung der franzoesischen Pflanzer den ersten<br />
Anlass zum Bau des Kaffees auf dem Festland von Amerika, auf Cuba und<br />
Jamaica gaben, so hat doch, was sie an Kaffee geliefert, keineswegs bloss</p>
<p>Die Gesammteinfuhr von Kaffee aus Amerika nach Europa uebersteigt jetzt 106<br />
Millionen Pfund franzoesischen Markgewichts. Rechnet man dazu 4&#8211;5<br />
muessen. Ohne dieses neue Gewaechs, ohne die Fortschritte des Ackerbaus auf<br />
dem Festland des spanischen Amerika und die Einfuehrung des indischen und<br />
Javazuckers, haetten die Revolutionen auf St. Domingo und die Zerstoerung<br />
fuenfundzwanzigjaehrigem Anbau, ist die Besorgniss verschwunden, die man<br />
Anfangs gehegt, das nach Amerika verpflanzte Rohr moechte allmaehlig<br />
ausarten und so duenn werden wie das creolische. Wenn es eine Spielart ist,<br />
Das Tuythal hat sein &#8220;Goldbergwerk&#8221;, wie fast jeder von Europaeern<br />
bewohnte, im Urgebirg liegende Ort in Amerika. Man versicherte, im Jahr<br />
1780 habe man hier fremde Goldwaescher Goldkoerner sammeln sehen, und die<br />
ersten *Cabildos* nach dem Muster der spanischen; zwischen den Angehoerigen<br />
des Mutterlandes und ihren Nachkommen in Amerika bestand damals<br />
Rechtsgleichheit. Die Politik war eben nicht freisinnig, aber doch nicht<br />
sind. Man sieht solches sehr deutlich, wenn man in den _Leyes de Indias_<br />
die Artikel von den Verhaeltnissen der nach Amerika uebersiedelten Spanier,<br />
von den Rechten der Gemeinden und der Einrichtung der Gemeinderaethe<br />
Getreide mit Erfolg an manchen Orten gebaut, die man jetzt fuer zu heiss<br />
oder zu feucht dafuer haelt. Die eben erst nach Amerika versetzten Spanier<br />
waren noch nicht so an den Mais gewoehnt, man hielt noch fester an den<br />
Cura, westlich vom Felsen las Viruelas, in einzelne Grundstuecke<br />
zerschlagen und verpachtet. Als er vier Jahre darauf wieder nach Amerika<br />
kam, fand er daselbst schoene Baumwollenpflanzungen und einen Weiler von 30<br />
Angaben den Europaeern darthun, was aufgeklaerten Colonisten laengst nicht<br />
mehr zweifelhaft ist, dass das Festland des spanischen Amerika durch freie<br />
Haende Zucker, Baumwolle und Indigo erzeugen kann, und dass die<br />
Contrast zwischen beiden Continenten gesehen, den man in Allem herausfand.<br />
Um darzuthun, dass Amerika spaeter als Asien und Europa aus dem Wasser<br />
emporgestiegen, haette man wohl auch den See von Tacarigua angefuehrt, als<br />
die Verdunstung des Regenwassers verringern. Zerstoert man die Waelder, wie<br />
die europaeischen Ansiedler aller Orten in Amerika mit unvorsichtiger Hast<br />
thun, so versiegen die Quellen oder nehmen doch stark ab. Die Flussbetten<br />
der mittleren Feuchtigkeit der trockenen Monate und der des ganzen Jahrs,<br />
wie man denselben in andern Theilen des tropischen Amerika beobachtet, so<br />
ergibt sich fuer die Thaeler von Aragua eine mittlere Feuchtigkeit von<br />
Landwirthschaft der Colonien sehr wichtige Austrocknung war in den letzten<br />
zehn Jahren, in denen ganz Amerika an grosser Trockenheit litt,<br />
ungewoehnlich stark. Ich rieth den reichen Grundeigenthuemern im Land, statt<br />
bis neunhundert Piaster gekostet. Wir sahen diese Thiere in Mocundo; von<br />
vieren waren schon drei in Amerika geworfen. Zwei waren vom Biss des Coral,<br />
einer giftigen Schlange, die am See sehr haeufig ist, zu Grunde gegangen.<br />
des sechzehnten Jahrhunderts, wie Rindvieh, Pferde und Maulthiere, so auch<br />
Kameele nach Amerika verpflanzt haetten. Ueberall wo in unbewohnten Laendern<br />
sehr grosse Strecken zurueckzulegen sind, wo sich keine Kanaele anlegen<br />
verwundern, dass der Hof den Beschwerden dieser Herrn Gehoer gab; aber durch<br />
diese Maassregel ging Amerika eines Mittels verlustig, das mehr als irgend<br />
etwas den Verkehr im Innern und den Waarenaustausch erleichtern konnte.<br />
von der Regierung selbst versucht werden. Wuerden einige hundert dieser<br />
nuetzlichen Thiere auf dem ungeheuren Areal von Amerika in heissen,<br />
trockenen Gegenden angesiedelt, so wuerde sich der guenstige Einfluss auf den<br />
ein alter *Conuco* oder eingehegtes Baufeld seyn. Sonst ueberall auf dem<br />
Festland von Amerika sahen wir die Parkinsonia, wie die Plumeria, nur in<br />
den Gaerten der Indianer.<br />
vorherrscht. Alles weisse, frisch bereitete Cautschuc, sowie die<br />
wasserdichten Maentel, die man im spanischen Amerika fabricirt und die aus<br />
einer Schicht des Milchsafts der Hevea zwischen zwei Leinwandstuecken<br />
Sprache, es sey ein Getraenk vielmehr &#8220;da porci, che da huomini.&#8221; Der<br />
Jesuit ACOSTA versichert, die Spanier in Amerika lieben den Chocolat mit<br />
naerrischer Leidenschaft, man muesse aber an &#8220;das schwarze Gebraeue&#8221; gewoehnt<br />
vornehmsten Artikel im Handel und der Produktion der Colonien geworden<br />
sind, gehoert der erste ausschliesslich Amerika, der zweite ausschliesslich<br />
Asien an. Ich sage ausschliesslich, denn die Cacaoausfuhr der Philippinen<br />
Man glaubte die verschiedenen Welttheile zu charakterisiren, indem man<br />
sagte, Europa habe *Heiden*, Asien *Steppen*, Afrika *Wuesten*, Amerika<br />
*Savanen*; aber man stellt damit Gegensaetze auf, die weder in der Natur<br />
Die asiatischen Steppen liegen alle ausserhalb der Wendekreise und bilden<br />
sehr hohe Plateaus. Auch Amerika hat auf dem Ruecken der Gebirge von<br />
Mexico, Peru und Quito Savanen von bedeutender Ausdehnung, aber seine<br />
und Pferden wimmeln. Sie sind, nach Anleitung unserer meisten Karten von<br />
Amerika, der Meinung, der Continent habe nur Eine Bergkette, die der<br />
Anden, die von Sued nach Nord laeuft, und nach einem unbestimmten<br />
7 und 8 deg. noerdlicher Breite, und umfasst gegen 120,000 Quadratmeilen. Dieser<br />
Wald des suedlichen Amerika, denn im Grunde ist es nur Einer, ist sechsmal<br />
groesser als Frankreich; die Europaeer kennen ihn nur an den Ufern einiger<br />
von Halbcultur erhoben, die uns bei den Voelkern mongolischen und<br />
tartarischen Stammes ueberraschend entgegentritt. Dann haette Amerika,<br />
gleich dem mittleren Asien, seine Eroberer gehabt, welche aus den Ebenen<br />
Heilkraefte des Zitteraals heraus. Solche &#8220;elektrische Curen&#8221; kommen bei<br />
den Wilden Amerika&#8217;s wie bei den Griechen vor. SCRIBONIUS LARGUS, GALENUS<br />
und DIOSCORIDES berichten uns, dass der Zitterrochen Kopfweh, Migraene und<br />
DE PONS, FRANCOIS RAYMOND JOSEPH. _Reise in den oestlichen Theil von<br />
Terrafirma in Sued-Amerika : unternommen in den Jahren 1801, 1802, 1803<br />
und 1804 / von Depons. Aus d. Franz. uebers. von Chr. Weyland._ (1808)<br />
liegenden L&#228;ndern und Manila auf 25 Jahre erhielt. Das Capital dieser<br />
Gesellschaft, welcher der Handel mit Amerika untersagt war, betrug<br />
4 Millionen Dollars. Als dann 1785 die Gesellschaft von Caracas ihr<br />
zwischen Manila und Acapulco, ein Verbot, das nur gegeben worden war,<br />
um den Handel des Mutterlandes mit den Colonien in Amerika nicht zu<br />
beeintr&#228;chtigen. (S. ebenda p. 20.)<br />
Kohl diesen Abschnitt, »erfahren hatte, da&#223; man im Karaibischen Meere in<br />
Central-Amerika mit Schiffen schwerlich durchkommen k&#246;nne, so hoffte man<br />
denn auf solche Durchlasse im Norden und im S&#252;den dieser Central-Partie,<br />
vierten Reise (1504) Ferdinand V. ihn und Vicente Yañez Pinzón mit einer<br />
Expedition nach Central-Amerika (1506) beauftragt, um jene Erforschungen<br />
fortzusetzen. Zwei Jahre sp&#228;ter (1508) wurde er zum Piloto Real ernannt</p>
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