Venezuela
Während man im Thal des Mississippi, auf der Insel St. Vincent und in der
Provinz Venezuela gleichzeitig starke Erdstöße spürte, wurde man am
30. April 1812 in Caracas, in Calabozo mitten in den Steppen, und an den
Sucre (spr. ssuhkre), Antonio José de,
Präsident von Bolivia, geb. 1793 zu Cumana in Venezuela, trat
1810 in die südamerikanische patriotische Armee, diente
–
Varinas (Kanaster) aus den Provinzen Varinas, Merida, Margarita
etc. der Republik Venezuela, kommt in 7-8 kg schweren, 4-5 cm
dicken, gesponnenen Rollen in Körben aus gespaltenem Rohr
–
San Domingo…….. 4 832 600 Venezuela…… 286 000
–
kaum merklich wellenförmigen, zugleich vorherrschend
dürren Ebenen, welche den Mesas in den Llanos von Venezuela
entsprechen.
–
Stadt in der Sektion Barquisimeto des Staats Lara der
Bundesrepublik Venezuela, in einem schönen Gebirgsthal am
Fluß T., 629 m ü. M., gelegen, hat eine höhere
–
2) Eine der Inseln unter dem Wind, in Westindien, 90 km von der
Küste von Venezuela, 60 qkm groß und unbewohnt.
–
Tovar, deutsche Kolonie in der südamerikan. Republik
Venezuela, eine Tagereise westlich von Caracas, am südlichen
Abhang des Küstengebirges gelegen, ward 1843 auf einem von der
–
und größte der Kleinen Antillen, an der östlichen
Nordküste von Venezuela vor der Mündung des Orinoko
gelegen. Die Insel wird von O. nach W. von drei parallelen
–
Trujillo (Truxillo, beides spr. truchhílljo),
Sektion des Staats Andes der Bundesrepublik Venezuela, 13,549 qmn
(246,1 QM.) groß mit (1873) 108,672 Einw., ist im
–
Tucacas, Hafenstadt in der Sektion Yaracuy des Staats
Lara der Republik Venezuela, an der Mündung des Aroa. Eine
Eisenbahn verbindet sie mit den reichen Kupferminen von Bolivar, am
–
Turmero, Stadt in der Sektion Guzman Blanco des
gleichnamigen Staats der Bundesrepublik Venezuela, in reizender
Lage am gleichnamigen Fluß und am Fuß der
Brasilien hat nach ihm (a.a.O.) 500,000 unabhängige Indianer, die drei
Guyanas 9770, Venezuela 52,400, Neu-Granada 126,000, Ekuador 200,000,
Peru 400,000, Bolivia 245,000, Chile 10,000, die Staaten der
–
verpfändet waren–wütheten nicht geringer als die Spanier selbst. Das
westliche Venezuela wurde um 1527 von Georg v. Speier und Ambrosius
Dalfinger verwüstet (Waitz 3, 398). Allein das sind vereinzelte Fälle;
Brasilien hat nach ihm (a.a.O.) 500,000 unabhaengige Indianer, die drei
Guyanas 9770, Venezuela 52,400, Neu-Granada 126,000, Ekuador 200,000,
Peru 400,000, Bolivia 245,000, Chile 10,000, die Staaten der
–
verpfaendet waren–wuetheten nicht geringer als die Spanier selbst. Das
westliche Venezuela wurde um 1527 von Georg v. Speier und Ambrosius
Dalfinger verwuestet (Waitz 3, 398). Allein das sind vereinzelte Faelle;
Frontalansicht; Konrad v. H. 1502; Ludwig v. H. 1517. Von _Epitaphen_:
Philipp v. Hutten (1546 in Venezuela ermordet), vorzügliche Arbeit von
_Loy Hering_ in Eichstätt; Bernhard v. H., Art des älteren _Peter Dell_;
Frontalansicht; Konrad v. H. 1502; Ludwig v. H. 1517. Von _Epitaphen_:
Philipp v. Hutten (1546 in Venezuela ermordet), vorzuegliche Arbeit von
_Loy Hering_ in Eichstaett; Bernhard v. H., Art des aelteren _Peter Dell_;
geholfen, den Excellenzen Stühle zuzurücken oder sie ihnen unterm Sitze
wegzuziehen, wie’s sich gerade schickte. Venezuela machte mich zum
Luogotenente, Paraguay zum Major; aber Seine Majestät Dom Pedro von
anderen Sterngruppe läßt sich die Zeit mit bloßem Auge so genau
beobachten. Wie oft haben wir unsere Führer in den Savannen von Venezuela
oder in der Wüste zwischen Lima und Truxillo sagen hören: »Mitternacht ist
–
mir wünschenswerth, Neuspanien erst nach einem längeren Aufenthalt an den
Küsten von Venezuela und Paria zu besuchen, wo der unglückliche Löffling
nur sehr wenige naturgeschichtliche Beobachtungen hatte machen können. Wir
–
Milchwirthschaft ist in den Provinzen Neuandalusien, Barcelona und
Venezuela ausgezeichnet, und häufig ist die Butter auf den Ebenen der
heißen Zone besser als auf dem Rücken der Anden, wo für die Alppflanzen
–
regelmäßig von Nord-Nord-Ost nach Süd-Süd-West. Diese Richtung ist auch im
Urgebirge der Halbinsel Araya und längs der Küste von Venezuela die
häufigste. Am nördlichen Abhang des Imposible, bei Peñas Negras, kommt aus
–
hochstämmigen Bäumen bewachsen sind. Es ist wahrscheinlich das höchst
gelegene Thal in den Provinzen Cumana und Venezuela. Man kann bedauern,
daß ein Landstrich, wo man eines gemäßigten Klimas genießt, und der sich
anderen Sterngruppe laesst sich die Zeit mit blossem Auge so genau
beobachten. Wie oft haben wir unsere Fuehrer in den Savannen von Venezuela
oder in der Wueste zwischen Lima und Truxillo sagen hoeren: “Mitternacht ist
–
mir wuenschenswerth, Neuspanien erst nach einem laengeren Aufenthalt an den
Kuesten von Venezuela und Paria zu besuchen, wo der unglueckliche Loeffling
nur sehr wenige naturgeschichtliche Beobachtungen hatte machen koennen. Wir
–
Milchwirthschaft ist in den Provinzen Neuandalusien, Barcelona und
Venezuela ausgezeichnet, und haeufig ist die Butter auf den Ebenen der
heissen Zone besser als auf dem Ruecken der Anden, wo fuer die Alppflanzen
–
regelmaessig von Nord-Nord-Ost nach Sued-Sued-West. Diese Richtung ist auch im
Urgebirge der Halbinsel Araya und laengs der Kueste von Venezuela die
haeufigste. Am noerdlichen Abhang des Imposible, bei Penas Negras, kommt aus
–
hochstaemmigen Baeumen bewachsen sind. Es ist wahrscheinlich das hoechst
gelegene Thal in den Provinzen Cumana und Venezuela. Man kann bedauern,
dass ein Landstrich, wo man eines gemaessigten Klimas geniesst, und der sich
zweiwöchentlichen Excursion nach Florida im Frühjahr *1881*. Später habe
ich sie in Westindien und Venezuela (*1881*, *1883*), zuletzt in Brasilien
(*1885*) einem genaueren Studium unterworfen. Die auf meinen ersten Reisen
–
ihrer Fortentwickelung gestört werde. Solche lebende Vogelnester habe ich
massenhaft in Venezuela gesehen, wo sie, in Form langhalsiger Flaschen von
dem Arendajo genannten Spottvogel hergestellt, oft in Colonien von hundert
–
Exemplar, nur zwei oder drei Exemplare mit Früchten und eine einzige
Keimpflanze (bei Caripe in Venezuela) gefunden, während die übrigen
Tillandsien sich, im Gegensatz zu vielen anderen Epiphyten, sehr ausgiebig
–
zu besprechenden Aëranthus-Arten, Isochilus linearis, eine Laeliee, welche
ich in Westindien, Venezuela und Süd-Brasilien theils an schattigen,
theils an hellen Standorten hin und wieder fand. Die sehr langen, steifen
–
Aëranthus funalis, welchen ich zuerst cultivirt auf Trinidad, später in
Venezuela wild wachsend sah, und eine nicht bestimmte Art, von welcher ich
ein einziges kleines Exemplar in der Nähe von Blumenau fand.
–
Während der Calebassenbaum die verschiedenartigsten Gewächse trägt,
zeichnet sich eine auf Trinidad und in Venezuela häufige Palme (Manicaria
sp.?) aus durch die Constanz und Eigenartigkeit der nur aus wenigen Arten
–
auch Aspidium nodosum und Vittaria lineata. Aspidium sesquipedale kommt
auf Trinidad und dem von mir besuchten Theil von Venezuela, soweit meine
Beobachtungen reichen, nur in den Blattbasen von Palmen vor; auf grossen
–
Genügsamkeit der Tillandsieen, andererseits ihre einseitige Anpassung in
den Llanos, am Fuss der Küsten-Cordillere von Venezuela(17). Der Weg ging
viele Meilen lang durch dünne Wälder von Caesalpinieen und Mimoseen, die,
–
an epiphytischen Bromeliaceen und Orchideen, wie ich ihn für gewisse
Savannenwälder am Fusse der Küstencordillere in Venezuela im vorigen
Kapitel beschrieb. Auch in letzterem Lande habe ich grosse Wald- und
–
reichlich ist, wie ich aus dem Vorkommen von Wasser in den Blatttrichtern
der Bromeliaceen während der trockenen Jahreszeit in Venezuela und
Trinidad constatiren konnte.
zweiwoechentlichen Excursion nach Florida im Fruehjahr *1881*. Spaeter habe
ich sie in Westindien und Venezuela (*1881*, *1883*), zuletzt in Brasilien
(*1885*) einem genaueren Studium unterworfen. Die auf meinen ersten Reisen
–
ihrer Fortentwickelung gestoert werde. Solche lebende Vogelnester habe ich
massenhaft in Venezuela gesehen, wo sie, in Form langhalsiger Flaschen von
dem Arendajo genannten Spottvogel hergestellt, oft in Colonien von hundert
–
Exemplar, nur zwei oder drei Exemplare mit Fruechten und eine einzige
Keimpflanze (bei Caripe in Venezuela) gefunden, waehrend die uebrigen
Tillandsien sich, im Gegensatz zu vielen anderen Epiphyten, sehr ausgiebig
–
zu besprechenden Aeranthus-Arten, Isochilus linearis, eine Laeliee, welche
ich in Westindien, Venezuela und Sued-Brasilien theils an schattigen,
theils an hellen Standorten hin und wieder fand. Die sehr langen, steifen
–
Aeranthus funalis, welchen ich zuerst cultivirt auf Trinidad, spaeter in
Venezuela wild wachsend sah, und eine nicht bestimmte Art, von welcher ich
ein einziges kleines Exemplar in der Naehe von Blumenau fand.
–
Waehrend der Calebassenbaum die verschiedenartigsten Gewaechse traegt,
zeichnet sich eine auf Trinidad und in Venezuela haeufige Palme (Manicaria
sp.?) aus durch die Constanz und Eigenartigkeit der nur aus wenigen Arten
–
auch Aspidium nodosum und Vittaria lineata. Aspidium sesquipedale kommt
auf Trinidad und dem von mir besuchten Theil von Venezuela, soweit meine
Beobachtungen reichen, nur in den Blattbasen von Palmen vor; auf grossen
–
Genuegsamkeit der Tillandsieen, andererseits ihre einseitige Anpassung in
den Llanos, am Fuss der Kuesten-Cordillere von Venezuela(17). Der Weg ging
viele Meilen lang durch duenne Waelder von Caesalpinieen und Mimoseen, die,
–
an epiphytischen Bromeliaceen und Orchideen, wie ich ihn fuer gewisse
Savannenwaelder am Fusse der Kuestencordillere in Venezuela im vorigen
Kapitel beschrieb. Auch in letzterem Lande habe ich grosse Wald- und
–
reichlich ist, wie ich aus dem Vorkommen von Wasser in den Blatttrichtern
der Bromeliaceen waehrend der trockenen Jahreszeit in Venezuela und
Trinidad constatiren konnte.
Küste von Cumana nach dem Hafen von Guayra zu fahren, aus dem die
Einwohner von Venezuela den größten Theil ihrer Produkte ausführen. Es
sind nur 60 Meilen und die Ueberfahrt währt meist nur 36–40 Stunden. Den
–
Weg über den St. Gotthard oder den großen St. Bernhard. Vor meiner Ankunft
in der Provinz Venezuela war derselbe nie bemessen worden, und man hatte
nicht einmal eine bestimmte Vorstellung davon, wie hoch das Thal von
–
Als ich zum erstenmal über diese Hochebene nach der Hauptstadt von
Venezuela ging, traf ich vor dem kleinen Wirthshaus auf dem Guayavo viele
Reisende, die ihre Maulthiere ausruhen ließen. Es waren Einwohner von
–
Allgemeine Bemerkungen über die Provinzen von Venezuela. — Ihre
verschiedenen Interessen. — Die Stadt Caracas. — Ihr Klima.
–
Küsten Neu-Andalusien oder die Provinz Cumana (mit der Insel Margarita),
Barcelona, Venezuela oder Caracas, Coro und Maracaybo; im Innern die
Provinzen Barinas und Guyana, erstere längs den Flüssen St. Domingo und
–
ganz von der Jagd lebten wie die am Missouri, so, könnte man sagen, die
drei Zonen, in welche wir das Gebiet von Venezuela zerfallen lassen, seyen
ein Bild der drei Zustände und Stufen der menschlichen Gesellschaft: in
–
einander stehen, daß sie aber nirgends so regelmäßig vertheilt sind wie im
Königreich Venezuela. Bevölkerung, Industrie und Geistesbildung nehmen
keineswegs überall von der Küste dem Innern zu ab. In Mexico, Peru und
–
in jedem Theil der Provinzen angehört. Die andalusischen Canarier in
Venezuela, die _’Montanneses’_(21) und Biscayer in Mexico, die Catalonier
in Buenos Ayres unterscheiden sich hinsichtlich des Geschicks zum
–
Berührung. Der Meerbusen von Mexico ist auch einen Theil des Jahrs wegen
der gefährlichen Nordstürme wenig besucht. Die Küsten von Venezuela
dagegen sind sehr ausgedehnt, springen weit gegen Ost vor, haben eine
–
mit den freien Amerikanern und mit den Völkern des politisch aufgeregten
Europas in den unter der Generalcapitanerie Venezuela vereinigten
Provinzen Wohlstand, Bildung und das unruhige Streben nach
–
Unter den Racen, aus denen die Bevölkerung von Venezuela besteht, ist die
schwarze, auf die man zugleich mit Theilnahme wegen ihres Unglücks und mit
–
gegenüber am wenigsten zahlreich sind, war im Jahr 1811 das Verhältniß wie
1 zu 3. Die sieben vereinigten Provinzen von Venezuela haben 60,000
Sklaven; Cuba, das achtmal kleiner ist, hat 212,000. Betrachtet man das
–
wohnen. Dieses amerikanische Mittelmeer, das durch die Küsten von
Venezuela, Neu-Grenada, Mexico, die der Vereinigten Staaten und durch die
Antillen gebildet wird, zählt an seinen Ufern gegen anderthalb Millionen
–
auf St. Domingo ausgebrochen, haben sich naturgemäß auf die Küsten von
Venezuela fortgepflanzt. So lange Spanien im ungestörten Besitz dieser
schönen Colonien war, wurden die kleinen Sklavenaufstände leicht
–
Die 60,000 Sklaven in den vereinigten Provinzen von Venezuela sind so
ungleich vertheilt, daß auf die Provinz Caracas allein 40,000 kommen,
–
gewissen Punkten und ihre Lebensweise als Ackerbauer oder Stadtbewohner in
Betracht ziehen. In der Provinz Venezuela sind die Sklaven fast alle auf
einem nicht sehr ausgedehnten Landstrich beisammen, innerhalb der Küste
–
daß jemand im letzten Willen mehr oder weniger Sklaven die Freiheit
schenkt, sind in der Provinz Venezuela häufiger als irgendwo. Kurz bevor
wir die fruchtbaren Thäler von Aragua und den See von Valencia besuchten,
–
Vergleicht man die sieben vereinigten Provinzen von Venezuela mit dem
Königreich Mexico und der Insel Cuba, so findet man annähernd die Zahl der
–
wohnen, so läßt sich nicht zweifeln, daß, wenn nicht in der _Capitania
general_ so doch in der Provinz Venezuela das Verhältniß stärker ist als
1 zu 5. Die Insel Cuba, auf der die Weißen sogar zahlreicher sind als in
–
Wir haben oben gesehen, daß die indianische Bevölkerung in den vereinigten
Provinzen von Venezuela nicht stark und nicht altcivilisirt ist; auch sind
alle Städte derselben von den spanischen Eroberern gegründet. Diese
–
[Mexico, Santa Fe de Bogota und Quito], ist Caracas die am tiefsten
gelegene. Da die Hauptmasse der Bevölkerung von Venezuela den Küsten nahe
gerückt ist und der cultivirteste Landstrich von Ost nach West denselben
–
dasselbe in Cumana und Caracas dem Mehl aus den Vereinigten Staaten
vorzieht. Es ist ein großer Vorzug der Provinzen von Venezuela, daß nicht
ihr ganzer Bodenreichthum in Einem Punkt zusammenfließt, wie der von
–
läßt sich von der Gesundheit der Einwohner und der in der Hauptstadt von
Venezuela lebenden Fremden nicht dasselbe sagen. Das äußerst unbeständige
Wetter und die häufige Unterdrückung der Hautausdünstung erzeugen
–
verbreiteten Meinung, daß diese schreckliche Krankheit fast eben so wenig
von der Küste von Venezuela nach der Hauptstadt wandere, als von der Küste
von Mexico nach Xalapa. Diese Meinung stützt sich auf die Erfahrung der
–
mittlere Temperatur 3 Grad weniger beträgt. Im Jahre 1696 weihte ein
Bischof von Venezuela, Diego de Baños, eine Kirche (_ermita_) der heiligen
Rosalia von Palermo, weil sie die Hauptstadt vom schwarzen Erbrechen,
–
Gastfreundschaft zu gedenken, die wir bei dem damaligen Generalcapitän der
Provinzen von Venezuela, Herrn von Guevara Vasconzelos, genossen. Es ward
mir das Glück zu Theil, das nur wenige Spanier mit mir theilen, hinter
–
gesellschaftliche Entwicklung auf Cuba und in den schönen Provinzen von
Venezuela gewaltigen Einfluß geäußert. Nirgends sonst im spanischen
Amerika hat die Civilisation eine so europäische Färbung angenommen. Die
–
Küste mit Botanik oder Mineralogie ab. Nur in einem Franciscanerkloster
fand ich einen ehrwürdigen Alten, der für alle Provinzen von Venezuela den
Kalender berechnete und vom gegenwärtigen Stand der Astronomie einige
–
an zuverlässiger Kunde über die Erdstöße zusammengebracht, die am 26. Merz
1812 die Stadt Cararas zerstört und in der Provinz Venezuela fast in Einem
Augenblick über zwanzigtausend Menschen das Leben gekostet haben. Die
–
nächtlicher Weile begangen wurden,(40) mahnten sie allerdings daran, daß
von Zeit zu Zeit die Provinz Venezuela von Erdbeben heimgesucht worden
war; aber Gefahren, die selten wiederkehren, machen einem wenig bange. Im
–
Erdfläche zwischen den Azoren und dem Thal des Ohio, den Cordilleren von
Neu-Grenada, den Küsten vou Venezuela und den Vulkanen der kleinen
Antillen fast zu gleicher Zeit durch heftige Stöße erschüttert, die man
–
so weit auch die betreffenden Länder auseinander liegen, die Niederungen
von Louisiana und die Küsten von Venezuela und Cumana demselben Becken,
dem Meere der Antillen angehören. Dieses *Mittelmeer mit mehreren
–
Seebeckens der Antillen und des Meerbusens von Mexico im Südens die
Küstenbergkettes von Venezuela und die Cordilleren von Merida und
Pamplona, im Osten die Gebirge der Antillen und die Alleghanys, im Westen
–
Mississippi die Erde Tag und Nacht fortbebte. Um diese Zeit herrschte in
der Provinz Venezuela große Trockenheit. In Caracas und neunzig Meilen in
die Runde war in den fünf Monaten vor dem Untergang der Hauptstadt kein
–
beschränken. Ihre verheerenden Wirkungen verbreiteten sich über die
Provinzen Venezuela, Barinas und Maracaybo, der Küste entlang, besonders
aber in die Gebirge im Innern. Guayra, Mayquetia, Antimano, Baruta, la
–
Quito scheine am östlichen Ende von Terra Firma der Boden so unruhig zu
seyn, daß man besorgen müsse, mit der Zeit dürfte die Provinz Venezuela
starke Erderschütterungen erleiden. Ich bemerkte weiter, wenn ein Land
–
–
in Martinique und Guadeloupe kein Erdbeben zur Folge. Man hörte, wie in
Venezuela, starke Schläge, aber der Boden blieb ruhig.
–
beschloß der zu Washington versammelte Congreß einstimmig, fünf Schiffe
mit Mehl zur Vertheilung unter die Dürftigsten an die Küste von Venezuela
zu senden. Diese großmüthige Unterstützung ward mit dem lebhaftesten Danke
–
41 DELPECHE, _sur le tremblement de terre de Venezuela en 1812_.
(Manuscript)
–
Am Tage, wo wir die Hauptstadt von Venezuela verließen, die seitdem durch
ein furchtbares Erdbeben vernichtet worden ist, übernachteten wir am Fuße
–
hohen Lage und dem kühlen Klima zuschreibt. Die großen Pflanzungen in der
Provinz Venezuela, wie Aguacates bei Valencia und le Rincon, geben in
guten Jahren Ernten von 3000 Centnern. Im Jahr 1796 betrug die
–
ergebende Deficit von 40 Millionen Pfund wird nun von Jamaica, Cuba,
Surinam, Demerary, Barbice, Curaçao, Venezuela und der Insel Java weit
mehr als gedeckt, indem alle zusammen 75,900,000 Pfund erzeugen.
–
Auf dieser Pflanzung, wie überall in der Provinz Venezuela, unterscheidet
man schon von Weitem die drei Arten Zuckerrohr, die gebaut werden, das
–
sich, treu dem gewohnten Lebensgang, noch lange an die periodischen
Witterungswechsel desselben. In der Provinz Venezuela fangen die kahlen
Bäume fast einen Monat vor der Regenzeit wieder an frisches Laub zu
–
kommen und von Santa Fe de Bogota bis zum Landungsplatz am Pachaquiaro
eine Straße gebaut wird, so werden die Einwohner von Venezuela ihr Mehl
aus Neu-Grenada aus dem Rio Meta und dem Orinoco beziehen.
–
Indigofabrikation fast mit der mexicanischen messen: sie stieg in
Venezuela auf 40,000 Arrobas oder eine Million Pfund, im Werth von mehr
als 1,250,000 Piastern. Man bekommt einen Begriff von der
–
Handelszweig sich entwickeln muß, wenn einmal in den vereinigten Provinzen
von Venezuela, in Neu-Grenada, in Mexico und an den Ufern des la Plata der
Gewerbfleiß nicht mehr in Fesseln geschlagen ist. Unter den gegenwärtigen
–
es seit jener weit entlegenen Zeit fortwährend abgenommen habe. Die Thäler
von Aragua gehören zu den Strichen von Venezuela, die am frühesten
bevölkert worden, und doch spricht weder Oviedo, noch irgend eine alte
–
Zucker in die englischen Colonien auf dem Wege des Schleichhandels rechnen
zu können. Aber der Verbrauch in den Provinzen von Venezuela an Papelon
und an Rohzucker zu Chocolate und Zuckerbäckerei (_dulces_) ist so groß,
–
Dieser innige Verkehr mit den canarischen Inseln und ihren Bewohnern hat
auch zur Einführung der Kameele in die Provinzen von Venezuela Anlaß
gegeben. Der Marques del Toro ließ ihrer drei von Lancerota kommen. Die
–
Alonzo Diaz Moreno gegründet, und ist also zwölf Jahre älter als Caracas.
Wir haben schon früher bemerkt, daß in Venezuela die spanische Bevölkerung
von West nach Ost vorgerückt ist. Valencia war anfangs nur eine zu
–
Amazonenstrom herstellen ließe, so sieht man ein, daß die Hauptstadt der
ausgedehnten Provinzen von Venezuela in der Nähe des prächtigen Hafens von
Porto Cabello, unter einem reinen, heitern Himmel besser läge, als bei der
–
Grundstoff des Käses, in der Mandelmilch entdeckt; aber seit Jahrhunderten
gilt in den Gebirgen an der Küste von Venezuela die Milch eines Baumes und
der Käse, der sich in dieser vegetabilischen Milch absondert, für ein
–
dem jährlichen Ertrag der Ernten auf den Cacaopflanzungen in Cumana, Nueva
Barcelona, Venezuela, Barinas und Maracaybo über 16 Millionen Bäume in
vollem Ertrag rechnet. Der wilde Cacaobaum hat sehr viele Aeste und sein
–
Cacaoaufguß, für ein uraltes Getränke gilt, so gibt es doch keinen
geschichtlichen Beweis dafür, daß die Eingeborenen von Venezuela vor der
Ankunft der Spanier den Chocolat oder irgend eine Zubereitung des Cacao
–
Zucker, welche, die Kiste(64) zu 40 Piastern, 100,000 Piaster werth sind,
und in den Provinzen von Venezuela producirt man für 100,000 Piaster oder
4000 Fanegas Cacao, die Fanega zu 25 Piastern, auch nur mit 300–350
–
Bei der Schilderung des gegenwärtigen Zustandes der Cacaopflanzungen in
den Provinzen von Venezuela, bei den Bemerkungen über den Zusammenhang
zwischen dem Ertrag der Pflanzungen und der Feuchtigkeit und Gesundheit
–
ihrer höchsten Gipfel seyn mag, haben eine gemeinsame Physiognomie; aber
nur schwer gewöhnt man sich an den Anblick der Llanos von Venezuela und
Casanare, der Pampas von Buenos Ayres und Chaco, die beständig, zwanzig,
–
Steppen sind keineswegs überall mit Salzpflanzen bedeckt; in den Savanen
von Venezuela kommen neben den Gräsern kleine krautartige Mimosen,
Schotengewächse und andere Dicotyledonen vor. Die Ebenen der Songarei, die
–
Von den Boccas del Dragon an folgen von Ost nach West auf einander: die
Llanos von Cumana, von Barcelona und von Caracas oder Venezuela. Wo die
Steppen vom 8. Breitegrad an, zwischen dem 70. und 73. Grad der Länge,
–
(1806)
DELPECHE. _Sur le tremblement de terre de Venezuela en 1812._
GARCÍA, GREGORIO. _Origen de los indios del nuevo mundo._ (1607)
–
OVIEDO Y BAÑOS, JOSÉ DE. _Historia de la conquista y población de la
Provincia de Venezuela._ _Geschichte der Provinz Venezuela._ (1723)
PLINIUS. _L. XII._
Kueste von Cumana nach dem Hafen von Guayra zu fahren, aus dem die
Einwohner von Venezuela den groessten Theil ihrer Produkte ausfuehren. Es
sind nur 60 Meilen und die Ueberfahrt waehrt meist nur 36–40 Stunden. Den
–
Weg ueber den St. Gotthard oder den grossen St. Bernhard. Vor meiner Ankunft
in der Provinz Venezuela war derselbe nie bemessen worden, und man hatte
nicht einmal eine bestimmte Vorstellung davon, wie hoch das Thal von
–
Als ich zum erstenmal ueber diese Hochebene nach der Hauptstadt von
Venezuela ging, traf ich vor dem kleinen Wirthshaus auf dem Guayavo viele
Reisende, die ihre Maulthiere ausruhen liessen. Es waren Einwohner von
–
Allgemeine Bemerkungen ueber die Provinzen von Venezuela. — Ihre
verschiedenen Interessen. — Die Stadt Caracas. — Ihr Klima.
–
Kuesten Neu-Andalusien oder die Provinz Cumana (mit der Insel Margarita),
Barcelona, Venezuela oder Caracas, Coro und Maracaybo; im Innern die
Provinzen Barinas und Guyana, erstere laengs den Fluessen St. Domingo und
–
ganz von der Jagd lebten wie die am Missouri, so, koennte man sagen, die
drei Zonen, in welche wir das Gebiet von Venezuela zerfallen lassen, seyen
ein Bild der drei Zustaende und Stufen der menschlichen Gesellschaft: in
–
einander stehen, dass sie aber nirgends so regelmaessig vertheilt sind wie im
Koenigreich Venezuela. Bevoelkerung, Industrie und Geistesbildung nehmen
keineswegs ueberall von der Kueste dem Innern zu ab. In Mexico, Peru und
–
in jedem Theil der Provinzen angehoert. Die andalusischen Canarier in
Venezuela, die _’Montanneses’_(21) und Biscayer in Mexico, die Catalonier
in Buenos Ayres unterscheiden sich hinsichtlich des Geschicks zum
–
Beruehrung. Der Meerbusen von Mexico ist auch einen Theil des Jahrs wegen
der gefaehrlichen Nordstuerme wenig besucht. Die Kuesten von Venezuela
dagegen sind sehr ausgedehnt, springen weit gegen Ost vor, haben eine
–
mit den freien Amerikanern und mit den Voelkern des politisch aufgeregten
Europas in den unter der Generalcapitanerie Venezuela vereinigten
Provinzen Wohlstand, Bildung und das unruhige Streben nach
–
Unter den Racen, aus denen die Bevoelkerung von Venezuela besteht, ist die
schwarze, auf die man zugleich mit Theilnahme wegen ihres Ungluecks und mit
–
gegenueber am wenigsten zahlreich sind, war im Jahr 1811 das Verhaeltniss wie
1 zu 3. Die sieben vereinigten Provinzen von Venezuela haben 60,000
Sklaven; Cuba, das achtmal kleiner ist, hat 212,000. Betrachtet man das
–
wohnen. Dieses amerikanische Mittelmeer, das durch die Kuesten von
Venezuela, Neu-Grenada, Mexico, die der Vereinigten Staaten und durch die
Antillen gebildet wird, zaehlt an seinen Ufern gegen anderthalb Millionen
–
auf St. Domingo ausgebrochen, haben sich naturgemaess auf die Kuesten von
Venezuela fortgepflanzt. So lange Spanien im ungestoerten Besitz dieser
schoenen Colonien war, wurden die kleinen Sklavenaufstaende leicht
–
Die 60,000 Sklaven in den vereinigten Provinzen von Venezuela sind so
ungleich vertheilt, dass auf die Provinz Caracas allein 40,000 kommen,
–
gewissen Punkten und ihre Lebensweise als Ackerbauer oder Stadtbewohner in
Betracht ziehen. In der Provinz Venezuela sind die Sklaven fast alle auf
einem nicht sehr ausgedehnten Landstrich beisammen, innerhalb der Kueste
–
dass jemand im letzten Willen mehr oder weniger Sklaven die Freiheit
schenkt, sind in der Provinz Venezuela haeufiger als irgendwo. Kurz bevor
wir die fruchtbaren Thaeler von Aragua und den See von Valencia besuchten,
–
Vergleicht man die sieben vereinigten Provinzen von Venezuela mit dem
Koenigreich Mexico und der Insel Cuba, so findet man annaehernd die Zahl der
–
wohnen, so laesst sich nicht zweifeln, dass, wenn nicht in der _Capitania
general_ so doch in der Provinz Venezuela das Verhaeltniss staerker ist als
1 zu 5. Die Insel Cuba, auf der die Weissen sogar zahlreicher sind als in
–
Wir haben oben gesehen, dass die indianische Bevoelkerung in den vereinigten
Provinzen von Venezuela nicht stark und nicht altcivilisirt ist; auch sind
alle Staedte derselben von den spanischen Eroberern gegruendet. Diese
–
[Mexico, Santa Fe de Bogota und Quito], ist Caracas die am tiefsten
gelegene. Da die Hauptmasse der Bevoelkerung von Venezuela den Kuesten nahe
gerueckt ist und der cultivirteste Landstrich von Ost nach West denselben
–
dasselbe in Cumana und Caracas dem Mehl aus den Vereinigten Staaten
vorzieht. Es ist ein grosser Vorzug der Provinzen von Venezuela, dass nicht
ihr ganzer Bodenreichthum in Einem Punkt zusammenfliesst, wie der von
–
laesst sich von der Gesundheit der Einwohner und der in der Hauptstadt von
Venezuela lebenden Fremden nicht dasselbe sagen. Das aeusserst unbestaendige
Wetter und die haeufige Unterdrueckung der Hautausduenstung erzeugen
–
verbreiteten Meinung, dass diese schreckliche Krankheit fast eben so wenig
von der Kueste von Venezuela nach der Hauptstadt wandere, als von der Kueste
von Mexico nach Xalapa. Diese Meinung stuetzt sich auf die Erfahrung der
–
mittlere Temperatur 3 Grad weniger betraegt. Im Jahre 1696 weihte ein
Bischof von Venezuela, Diego de Banos, eine Kirche (_ermita_) der heiligen
Rosalia von Palermo, weil sie die Hauptstadt vom schwarzen Erbrechen,
–
Gastfreundschaft zu gedenken, die wir bei dem damaligen Generalcapitaen der
Provinzen von Venezuela, Herrn von Guevara Vasconzelos, genossen. Es ward
mir das Glueck zu Theil, das nur wenige Spanier mit mir theilen, hinter
–
gesellschaftliche Entwicklung auf Cuba und in den schoenen Provinzen von
Venezuela gewaltigen Einfluss geaeussert. Nirgends sonst im spanischen
Amerika hat die Civilisation eine so europaeische Faerbung angenommen. Die
–
Kueste mit Botanik oder Mineralogie ab. Nur in einem Franciscanerkloster
fand ich einen ehrwuerdigen Alten, der fuer alle Provinzen von Venezuela den
Kalender berechnete und vom gegenwaertigen Stand der Astronomie einige
–
an zuverlaessiger Kunde ueber die Erdstoesse zusammengebracht, die am 26. Merz
1812 die Stadt Cararas zerstoert und in der Provinz Venezuela fast in Einem
Augenblick ueber zwanzigtausend Menschen das Leben gekostet haben. Die
–
naechtlicher Weile begangen wurden,(40) mahnten sie allerdings daran, dass
von Zeit zu Zeit die Provinz Venezuela von Erdbeben heimgesucht worden
war; aber Gefahren, die selten wiederkehren, machen einem wenig bange. Im
–
Erdflaeche zwischen den Azoren und dem Thal des Ohio, den Cordilleren von
Neu-Grenada, den Kuesten vou Venezuela und den Vulkanen der kleinen
Antillen fast zu gleicher Zeit durch heftige Stoesse erschuettert, die man
–
so weit auch die betreffenden Laender auseinander liegen, die Niederungen
von Louisiana und die Kuesten von Venezuela und Cumana demselben Becken,
dem Meere der Antillen angehoeren. Dieses *Mittelmeer mit mehreren
–
Seebeckens der Antillen und des Meerbusens von Mexico im Suedens die
Kuestenbergkettes von Venezuela und die Cordilleren von Merida und
Pamplona, im Osten die Gebirge der Antillen und die Alleghanys, im Westen
–
Mississippi die Erde Tag und Nacht fortbebte. Um diese Zeit herrschte in
der Provinz Venezuela grosse Trockenheit. In Caracas und neunzig Meilen in
die Runde war in den fuenf Monaten vor dem Untergang der Hauptstadt kein
–
beschraenken. Ihre verheerenden Wirkungen verbreiteten sich ueber die
Provinzen Venezuela, Barinas und Maracaybo, der Kueste entlang, besonders
aber in die Gebirge im Innern. Guayra, Mayquetia, Antimano, Baruta, la
–
Quito scheine am oestlichen Ende von Terra Firma der Boden so unruhig zu
seyn, dass man besorgen muesse, mit der Zeit duerfte die Provinz Venezuela
starke Erderschuetterungen erleiden. Ich bemerkte weiter, wenn ein Land
–
Waehrend man im Thal des Mississippi, auf der Insel St. Vincent und in der
Provinz Venezuela gleichzeitig starke Erdstoesse spuerte, wurde man am
30. April 1812 in Caracas, in Calabozo mitten in den Steppen, und an den
–
in Martinique und Guadeloupe kein Erdbeben zur Folge. Man hoerte, wie in
Venezuela, starke Schlaege, aber der Boden blieb ruhig.
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beschloss der zu Washington versammelte Congress einstimmig, fuenf Schiffe
mit Mehl zur Vertheilung unter die Duerftigsten an die Kueste von Venezuela
zu senden. Diese grossmuethige Unterstuetzung ward mit dem lebhaftesten Danke
–
41 DELPECHE, _sur le tremblement de terre de Venezuela en 1812_.
(Manuscript)
–
Am Tage, wo wir die Hauptstadt von Venezuela verliessen, die seitdem durch
ein furchtbares Erdbeben vernichtet worden ist, uebernachteten wir am Fusse
–
hohen Lage und dem kuehlen Klima zuschreibt. Die grossen Pflanzungen in der
Provinz Venezuela, wie Aguacates bei Valencia und le Rincon, geben in
guten Jahren Ernten von 3000 Centnern. Im Jahr 1796 betrug die
–
ergebende Deficit von 40 Millionen Pfund wird nun von Jamaica, Cuba,
Surinam, Demerary, Barbice, Curacao, Venezuela und der Insel Java weit
mehr als gedeckt, indem alle zusammen 75,900,000 Pfund erzeugen.
–
Auf dieser Pflanzung, wie ueberall in der Provinz Venezuela, unterscheidet
man schon von Weitem die drei Arten Zuckerrohr, die gebaut werden, das
–
sich, treu dem gewohnten Lebensgang, noch lange an die periodischen
Witterungswechsel desselben. In der Provinz Venezuela fangen die kahlen
Baeume fast einen Monat vor der Regenzeit wieder an frisches Laub zu
–
kommen und von Santa Fe de Bogota bis zum Landungsplatz am Pachaquiaro
eine Strasse gebaut wird, so werden die Einwohner von Venezuela ihr Mehl
aus Neu-Grenada aus dem Rio Meta und dem Orinoco beziehen.
–
Indigofabrikation fast mit der mexicanischen messen: sie stieg in
Venezuela auf 40,000 Arrobas oder eine Million Pfund, im Werth von mehr
als 1,250,000 Piastern. Man bekommt einen Begriff von der
–
Handelszweig sich entwickeln muss, wenn einmal in den vereinigten Provinzen
von Venezuela, in Neu-Grenada, in Mexico und an den Ufern des la Plata der
Gewerbfleiss nicht mehr in Fesseln geschlagen ist. Unter den gegenwaertigen
–
es seit jener weit entlegenen Zeit fortwaehrend abgenommen habe. Die Thaeler
von Aragua gehoeren zu den Strichen von Venezuela, die am fruehesten
bevoelkert worden, und doch spricht weder Oviedo, noch irgend eine alte
–
Zucker in die englischen Colonien auf dem Wege des Schleichhandels rechnen
zu koennen. Aber der Verbrauch in den Provinzen von Venezuela an Papelon
und an Rohzucker zu Chocolate und Zuckerbaeckerei (_dulces_) ist so gross,
–
Dieser innige Verkehr mit den canarischen Inseln und ihren Bewohnern hat
auch zur Einfuehrung der Kameele in die Provinzen von Venezuela Anlass
gegeben. Der Marques del Toro liess ihrer drei von Lancerota kommen. Die
–
Alonzo Diaz Moreno gegruendet, und ist also zwoelf Jahre aelter als Caracas.
Wir haben schon frueher bemerkt, dass in Venezuela die spanische Bevoelkerung
von West nach Ost vorgerueckt ist. Valencia war anfangs nur eine zu
–
Amazonenstrom herstellen liesse, so sieht man ein, dass die Hauptstadt der
ausgedehnten Provinzen von Venezuela in der Naehe des praechtigen Hafens von
Porto Cabello, unter einem reinen, heitern Himmel besser laege, als bei der
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Grundstoff des Kaeses, in der Mandelmilch entdeckt; aber seit Jahrhunderten
gilt in den Gebirgen an der Kueste von Venezuela die Milch eines Baumes und
der Kaese, der sich in dieser vegetabilischen Milch absondert, fuer ein
–
dem jaehrlichen Ertrag der Ernten auf den Cacaopflanzungen in Cumana, Nueva
Barcelona, Venezuela, Barinas und Maracaybo ueber 16 Millionen Baeume in
vollem Ertrag rechnet. Der wilde Cacaobaum hat sehr viele Aeste und sein
–
Cacaoaufguss, fuer ein uraltes Getraenke gilt, so gibt es doch keinen
geschichtlichen Beweis dafuer, dass die Eingeborenen von Venezuela vor der
Ankunft der Spanier den Chocolat oder irgend eine Zubereitung des Cacao
–
Zucker, welche, die Kiste(64) zu 40 Piastern, 100,000 Piaster werth sind,
und in den Provinzen von Venezuela producirt man fuer 100,000 Piaster oder
4000 Fanegas Cacao, die Fanega zu 25 Piastern, auch nur mit 300–350
–
Bei der Schilderung des gegenwaertigen Zustandes der Cacaopflanzungen in
den Provinzen von Venezuela, bei den Bemerkungen ueber den Zusammenhang
zwischen dem Ertrag der Pflanzungen und der Feuchtigkeit und Gesundheit
–
ihrer hoechsten Gipfel seyn mag, haben eine gemeinsame Physiognomie; aber
nur schwer gewoehnt man sich an den Anblick der Llanos von Venezuela und
Casanare, der Pampas von Buenos Ayres und Chaco, die bestaendig, zwanzig,
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Steppen sind keineswegs ueberall mit Salzpflanzen bedeckt; in den Savanen
von Venezuela kommen neben den Graesern kleine krautartige Mimosen,
Schotengewaechse und andere Dicotyledonen vor. Die Ebenen der Songarei, die
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Von den Boccas del Dragon an folgen von Ost nach West auf einander: die
Llanos von Cumana, von Barcelona und von Caracas oder Venezuela. Wo die
Steppen vom 8. Breitegrad an, zwischen dem 70. und 73. Grad der Laenge,
–
(1806)
DELPECHE. _Sur le tremblement de terre de Venezuela en 1812._
GARCIA, GREGORIO. _Origen de los indios del nuevo mundo._ (1607)
–
OVIEDO Y BANOS, JOSE DE. _Historia de la conquista y poblacion de la
Provincia de Venezuela._ _Geschichte der Provinz Venezuela._ (1723)
PLINIUS. _L. XII._
Deutsche sollten uns das ganz besonders zu Herzen nehmen; wie Federmann
in Venezuela und Staden in Brasilien, so hat am Silberstrom Ulrich
Schmidel seine Erlebnisse aufgezeichnet, und seine »warhafftige und
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